Projekt
Stadt Lindenberg und Bund investieren 850 000 Euro in die Grundschule

2Bilder

'Wollt ihr wissen, wann man Feste feiern kann? Wenn der Umbau vorbei ist!', sangen die Grundschüler zu Beginn. Mancher von ihnen kennt die Lindenberger Grundschule nur als Baustelle, denn anderthalb Jahre lang wurde das Gebäude energetisch saniert. Der Abschluss der Arbeiten wurde jetzt mit Eltern, Lehrern und Stadträten gefeiert. Investiert wurden 850 000 Euro. 375 000 Euro erhielt die Stadt als Schulaufwandsträger aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung, den Rest zahlte sie selbst.

Aus ihrer Freude über Sanierung und Umbau des Gebäudes machte Schulleiterin Silvia Turnwald keinen Hehl. Sie sprach von Zweckmäßigkeit aber auch von 'ein wenig Luxus'. Fachräume für zeitgemäßes Arbeiten seien entstanden, aber auch ein Computerraum und eine Lernwerkstatt für Mathematik. Nicht zuletzt sei das Lehrerzimmer deutlich aufgewertet worden und biete nun Raum für Fort- und Weiterbildung. Die Klassenzimmer wurden nicht nur hell gestrichen, sondern im südlichen Bereich der Schule auch mit einer Be- und Entlüftungsanlage ausgestattet.

Dies verwundere möglicherweise, erklärte Architekt Heinz-Werner Nottberg. Jedoch galt es, nicht nur ein Abstrahlen der Wärme im Winter zu verhindern, sondern auch im Sommer bessere Bedingungen zu schaffen. Bis zu 30 Grad seien im Südflügel bislang üblich gewesen. Dort werden nun elf Klassenzimmer mit Frischluft versorgt, die im nördlichen Bereich angesaugt wird. Das hat zwei Vorteile: Die Luft dort ist im Sommer bis zu vier Grad kühler und zugleich weniger schadstoffbelastet, da sich dort der Schulhof und keine Straße befindet.

Zur energetischen Sanierung gehörten der Einbau neuer Fenster und eine 20 Zentimeter dicke Wärmedämmung. Auf diese wurde im Bereich des Wandbildes von Luis Gurschler verzichtet und damit eine geringe Verschlechterung der Energiewerte in Kauf genommen. Für Architekt Nottberg war wichtig, auch den 'architektonischen Wert des 100 Jahre alten Gebäudes' zu erhalten.

'Teilabschnitt abgeschlossen'

Durch die Sanierung könne ein Drittel der Energiekosten eingespart werden. Dieser Wert sei durch weitere Maßnahmen verbesserungsfähig, insbesondere im Ostflügel. Nottberg sprach denn auch vom 'Abschluss eines Teilabschnittes'. Denn gemeinsam mit der Stadt sei bewusst entschieden worden, die zur Verfügung stehenden Mittel dort einzusetzen, wo der Nutzen am größten ist, nämlich im Südflügel. Wann die verbleibenden sieben Klassenzimmer saniert werden, ist offen. Die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse kommentierten das am Ende in ihrem Gedicht: 'Es wurde schon viel Geld investiert, aber unsere Schule ist noch lange nicht fertig saniert'.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen