Stadt, Landkreis und Gemeinden sparen in dieser Saison Streusalz und Geld

Milder Winter schont die Kassen Memmingen/Unterallgäu (py/vog). Der Schnee in der vergangenen Woche hat nichts daran geändert: der Winter 2006/2007 hat seinen Namen nicht verdient. Somit gab es für die Winterdienste in Stadt und Land weitaus weniger zu tun als in der Saison 2005/2006. Dadurch wurde Material und Geld gespart. Aber was geschieht mit dem übrigen Salz und Splitt? Und wie viel Geld bleibt den Kommunen übrig?

In Memmingen mussten die Bauhofmitarbeiter in diesem Winter lediglich 33 Einsätze fahren. 2005/2006 waren es 115. Somit wurden laut Michael Birk rund 2100 Tonnen weniger Salz und etwa 900 000 Euro weniger als im harten Vorgänger-Winter verbraucht. Zugleich verweist der Pressesprecher der Stadt aber darauf, dass die Kosten für den Winterdienst im Frühjahr 2006 bereits so hoch waren, dass der jetzige milde Winter - insgesamt gesehen - nur zu geringen Einsparungen geführt habe. Recht wenig Winterdienst-Einsätze waren nach Birks Worten auch 2003/2004 nötig - nämlich genau 53. Dagegen musste die Bauhofmannschaft im Winter 2004 auf 2005 90 Mal ausrücken.

Zwei Drittel weniger

Auf nicht einmal ein Drittel der kalkulierten Kosten und des Verbrauchs von Streusalz schätzt Wolfgang Gareis, Leiter des Kreisbauhofs in Mindelheim, den Aufwand in diesem Winter. Mit insgesamt 20 Räumfahrzeugen sind die Mitarbeiter des Unterallgäuer Bauhofs für 700 Kilometer Straße zuständig. 'Bis heute haben wir lediglich etwa 1700 Tonnen Streusalz verbraucht. 2600 Tonnen lagern noch in unseren Depots in Mindelheim und Benningen', sagt Gareis und weist darauf hin, dass das Salz chemisch so bearbeitet ist, dass es auch im nächsten Winter ohne weiteres verwendet werden kann.

'Im Vergleich zum Vorjahr haben wir bisher nur etwa ein Viertel des Salzes und ein Fünftel des Splitts verbraucht,' sagt Bernhard Kerler, Bürgermeister von Bad Grönenbach. Daher werde die Gemeinde wohl nur halb so viel für den Winterdienst berappen müssen als noch 2005/2006. 'Das wären dann noch etwa 40 000 Euro.' Daran könnte lediglich ein strenger Wintereinbruch Ende dieses Jahres noch etwas ändern.

So sieht es auch Babenhausens Bürgermeister Theo Lehner. Einen frühen Winterbeginn könne man eben nicht ausschließen. Dennoch rechne er grundsätzlich mit beträchtlichen Einsparungen. Bis zu 50 Prozent weniger, also noch etwa 50 000 Euro müsse der Markt voraussichtlich für den Winterdienst 2006/2007 aufbringen. 'Das eingesparte Geld bleibt zur Verwendung im Sektor Bauhof', betont Lehner.

In Ottobeuren ist die Situation ähnlich. 'Wir sparen wohl gut die Hälfte der veranschlagten Kosten ein', sagt Rathauschef Bernd Schäfer: 'Was uns nach den überproportionalen Ausgaben im Vorjahr gut tun wird.' Auch in seiner Gemeinde verbleibt das gesparte Geld im Bauhof. Zugleich hofft er, dass damit einige notwendige Straßen-Reparaturen früher als geplant durchgeführt werden können.

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