Marktoberdorf
Stadt heizt nun umweltbewusst

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«Erst jetzt ist die neue Futtertrocknungsanlage für uns richtig rund», freute sich gestern Franz Eberle, Vorsitzender der Futtertrocknungsgenossenschaft Ruderatshofen. Denn in den vergangenen Tagen wurden die ersten Gebäude in Marktoberdorf ans Fernwärmenetz genommen. Die Energie dafür kommt aus der Trocknungsanlage bei Geisenhofen. «Nur wenn man Visionen hat, erreicht man solche Ziele», meinte Eberle. Nächstes Ziel: Die Region um Marktoberdorf könnte mit verschiedenen Techniken von fossilen Brennstoffen unabhängig werden und sich ganz mit eigener Energie versorgen.

2005 nahm die Entwicklung ihren Anfang. Die Futtertrocknung wollte vom Gas unabhängig werden und auf Holzhackschnitzel als regenerativen und CO2-neutralen Brennstoff umstellen. Nach einigem Hin und Her entstand bei Geisenhofen ein Neubau, der seit vergangenem Winter bereits die Hallen des Traktorenherstellers Fendt beheizt. Nun führt das städtische Wärmenetz in 63 Gebäude, 47 Häuser nehmen in der ersten Phase auch Wärme ab.

Bei einer kleinen Feier im neuerdings fernwärmebeheizten Hotel Sepp erinnerten Bürgermeister Werner Himmer und die Geschäftsführerin der Fernwärmegenossenschaft, Angelika Reichelt, an die enormen Anstrengungen, um innerhalb weniger Monate das Netz aufzubauen. Insgesamt wurden in vier Kilometer Leitungen, die Übergabetechnik und einen Spitzenlastkessel unter der Dreifachturnhalle bisher 2,2 Millionen Euro investiert.

Derzeit so teuer wie Öl

Die Anschlussdichte liege mit 85 Prozent entlang der Trasse sehr hoch, freute sich Stadtrat Manfred Eigler. Er zeigte sich zuversichtlich, dass bald neue Anschließer hinzukommen. Derzeit, so Reichelt, sei die Versorgung mit Fernwärme aus Hackschnitzeln und die eigene Ölheizung in etwa gleich teuer. Sobald der Ölpreis wieder steige, werde die Fernwärme aber günstiger.

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