Kulturpreis
Stadt ehrt Ursula Schickle

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Ursula Schickle ist im voll besetzten Löwensaal im Rahmen der Westallgäuer Kunstausstellung mit dem Kulturpreis der Stadt Lindenberg geehrt worden. Sie erhielt die mit 1500 Euro dotierte Auszeichnung für ihr jahrzehntelanges Engagement als Kulturreferentin der Stadt. Die Laudatio für die vor rund zwei Jahren aus dem Stadtrat und damit auch aus der Funktion der Kulturreferentin ausgeschiedenen gebürtigen Heilbronnerin hielt Bürgermeister Johann Zeh. 42 Jahre lang war Ursula Schickle Mitglied des Lindenberger Stadtrats, 29 Jahre kämpfte sie als Kulturreferentin um Anliegen von bildender Kunst, Literatur und Musik.

Vor über 50 Jahren hat Ursula Schickle Lindenberg zu ihrer Wahlheimat erwählt. Damals, so schilderte die Geehrte, sei Lindenberg eine «ziemlich graue Stadt, eingebettet in die grüne Allgäuer Landschaft» gewesen. Dass sie 1966 als «protestantische Frau aus Württemberg» in den Stadtrat gewählt wurde, hat sie wie «ein kleines Wunder» erlebt.

«Sie brachen als junge, emanzipierte Frau in eine Männer-Domäne ein», sagte Bürgermeister Zeh in seiner Laudatio. Für das 1977 im Stadtrat eingerichtete Referentenamt für den Bereich Kultur sei Ursula Schickle «die erste Wahl» gewesen. Mit nie nachlassendem Engagement habe sie sich für kulturelle Belange eingesetzt und somit dem Lindenberger Kulturleben ein unverwechselbares Gesicht und sogar ein städtisches Gepräge gegeben. Zeh unterstrich, dass dafür vor allem Beharrlichkeit vonnöten war - zumal die Kulturreferentin über kein Budget verfügte.

«Wer nicht zu kämpfen wagt, hat schon verloren», so beschrieb die Kulturpreisträgerin die Haltung, die sie in ihrer Mission nicht ermüden ließ. Bezüglich des ehemals bescheidenen Kulturetats stellte sie zufrieden fest: «Ich bin froh, dass ein Umdenken stattgefunden hat.». (ins)

 

Sie sorgten für Leichtigkeit bei der Vernissage: Die «Jazzspazzen» Monika Hoffmann, Clara Nottberg und Lena Riedl (von rechts), unterstützt von der Sieber-Combo.

 

Johann Zeh würdigte Ursula Schickle als Kämpferin für die Kultur in Lindenberg.

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