Lindenberg
St.-Martin-Schule platzt aus den Nähten

Große Raumnot und eine Ausstattung, die hinten und vorne nicht mehr ausreicht für die Schüler der Förderschule St. Martin in Lindenberg: Davon hat Schulleiter Jörg-Henning Sonnenberg die Mitglieder des Kreisausschusses für Bildung, Kultur und Sport vor Ort in der Schule überzeugen können. Einstimmig haben sich die Kreisräte für Anbau, Aufstockung und Generalsanierung der Schule für rund 3,8 Millionen Euro ausgesprochen. 2,5 Millionen Euro muss der Landkreis aufbringen; der Rest soll aus erwarteten Zuschüssen finanziert werden.

Grundstück der GKWG

Noch im Juni war eine Erweiterung ausschließlich in Form von Aufstockung vorgesehen, weil laut Landrat Elmar Stegmann kein Grunderwerb möglich war. Mittlerweile ist ein Anbau die «favorisierte» Lösung, wie Kreiskämmerer Erwin Feurle sagt. Unmittelbar an das Schulgelände grenzt ein etwa 500 Quadratmeter großes Grundstück der GKWG (Gemeinnützigen Kreis-Wohnungsbau-Gesellschaft). «Das könnten wir bekommen», so Feurle. Vorteil: Bei weiter steigender Schülerzahl kann der Anbau später durch eine Aufstockung auf dem Dach des Südwestflügels erweitert werden.

Die St.-Martin-Schule wurde in den 1980er-Jahren für vier Klassen gebaut. Das entsprach damals etwa 30 Schülern. Mittlerweile gibt es acht Klassen mit 73 Schülern. Im Werkraum arbeiten zu Spitzenzeiten bis zu zwölf Schüler, sagt Sonnenberg. Ausgelegt sei er für drei, maximal vier. Die Turnhalle, mit drei Metern Höhe viel zu niedrig, wird gleichzeitig für Konferenzen des Lehrerkollegiums genutzt.

In den Klassenräumen der Schwerstbehinderten - also Kinder, die geistig und körperlich beeinträchtigt sind - lernen bis zu neun Schüler. Hinzu kommen bis zu fünf Betreuer, Kinder im Rollator: So könne das Lernziel nicht gewährleistet werden; die Selbstständigkeit sei eingeschränkt. «Freiarbeit, Gruppenarbeit ist nicht möglich», bemängelt der Schulleiter.

Problem Parkplatzsituation

Ein weiteres Problem ist die Parkplatzsituation. Es gibt zwölf Stellplätze für 31 Lehrer, Betreuer und Gäste. «Wir müssen die Anwohner belästigen und alles zuparken», sagt Sonnenberg.

In der geplanten Erweiterung und Sanierung sieht der Schulleiter ein «Konzept, das langfristig zufriedenstellt und eine gute Alternative zu einem Neubau darstellt.» Aufgrund von Studien und dem Vergleich mit anderen Förderzentren geht Sonnenberger davon aus, dass der Bedarf an Förderunterricht in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. «Es gibt immer mehr verhaltensauffällige Kinder, die dem Stoff in der Antonio-Huber-Schule nicht mehr folgen können», sagt er.

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