Jubiläum
Spuren in der Stadt hinterlassen

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Michael Kutter, der Präsident des Rotary Clubs Memmingen, und Vorstandsmitglied Manfred Neun sind überzeugt: 50 Jahre Rotary in Memmingen haben in der Stadt ihre Spuren hinterlassen. Viele konkrete Sozialprojekte können die beiden aufzählen. Aber genauso wichtig ist ihnen etwas, was nicht so leicht greifbar ist, die ethischen Grundlagen des Rotary Clubs, denen sich heute 65 Mitglieder verpflichtet wissen.

«Die grundlegende Idee ist», erklärt Michael Kutter, «gewisse ethische Regeln im Geschäftsleben einzuhalten.» «Regeln», ergänzt Manfred Neun, «mit denen sich jeder erst einmal leicht identifizieren kann. Sie aber im Alltag zu praktizieren, ist nicht immer leicht». Um welche Regeln geht es also? Vier Fragen müsse sich der Rotarier bei all seinen Entscheidungen stellen: Ist es wahr? Ist es fair für alle Beteiligten? Wird es Freundschaft und guten Willen fördern? Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen?

Dr. Georg Volkheimer, Gründungsmitglied des Memminger Clubs, hat diese Fragen in den vergangenen 50 Jahren verinnerlicht. «Es sind Grundsätze meines Lebens geworden. Danach habe ich mich immer auszurichten versucht.

» Im Zuge des Jubiläums sind die Gründungsmitglieder Volkheimer und Hans Gutermann zu Ehrenmitgliedern ernannt worden. Fragt man Gutermann nach den Anfangsjahren, erzählt er vom Rotary Club im schweizerischen Meilen am Zürichsee. «Die haben auch 1960 angefangen, und wir haben gleich eine Partnerschaft begonnen. Da sind sehr gute Freundschaften entstanden.»

Einmal in der Woche treffen sich die Rotarier, es herrscht Präsenzpflicht und jedes Treffen wird protokolliert. «Wir hören viele Vorträge, und wir lassen kein heikles Thema aus», sagt Neun. Fachleute tauschen sich da aus, erklärt er weiter, denn die Mitglieder sind Führungskräfte, jeder Beruf ist in der Regel nur einmal vertreten. Der Austausch zwischen den Berufsgruppen sei ein Prinzip von Rotary.

Im Rotary Club Memmingen sind nur Männer. «Eine Mehrheit in unserem Club würde sich für Frauen öffnen, aber bei uns geht es nicht um Mehrheiten», erklärt Kutter. Und Neun ergänzt: «Es geht darum, im Konsens alle mitzunehmen. Das Maß der Rücksichtnahme im Club ist enorm hoch.» Manfred Neun selbst hat vor neun Jahren den zweiten Club in Memmingen mit gegründet, Rotary Memmingen-Allgäuer Tor, der auch Frauen als Mitglieder beruft. «Der zweite Club war längst überfällig. Unsere Wirtschaft wächst, die qualifizierten Führungskräfte nehmen zu. In allen größeren Städten gibt es mehrere Clubs.»

Clubs, die sich weltweit, aber auch lokal für soziale Belange einsetzen. «Wir fühlen uns unserer Stadt verpflichtet», sagt Neun. Auf der langen Liste der Projekte stehen Leseförderung an Schulen, Sprachförderung in Kindergärten, Sachspenden für viele Einrichtungen und das neueste Projekt zum 50-jährigen Bestehen «Musik statt Maus» (wir berichteten). Kutter betont: «Uns geht es nicht nur darum, die Brieftasche zu öffnen und einen Betrag locker zu machen, sondern darum, uns zu engagieren.» (aw)

 

Hans Gutermann

 

Georg Volkheimer

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