Clubkonzert
Sportfreunde Stiller heizen 750 Fans in Memmingen ordentlich ein

Das eine Lieblingslied gibt es nicht. 'Aber ,Ein Kompliment’ zu spielen, ist immer der Wahnsinn', sagt Rüdiger 'Rüde' Linhof von den Sportfreunden Stiller. Noch weiß er nicht, dass es rund sechs Stunden später nur ein paar Takte braucht, bis die Euphorie-Bombe im Memminger Kaminwerk mit genau diesem Stück gezündet wird. Selbst in den hinteren Reihen, in denen bis dahin teilweise nur verhalten mitgewippt wurde, springt der musikalische Funke dann über. 'Ein Kompliment' als melodisches Startsignal für rund 750 Zuhörer, die Arme in der Luft zu schwenken, zu klatschen, zu tanzen und mitzusingen.

Während seine Band-Kollegen Peter Brugger (Gesang und Gitarre) und Schlagzeuger Flo Weber an diesem Samstagnachmittag vor dem Konzert in einer Memminger Kneipe Bundesliga schauen, bevorzugt es der Bassist und Keyboarder Rüde, weiter in 'Grimms Erben' zu schmökern, dem neuen Buch seines Band-Kollegen Flo. 'Das hat mich umgehauen', lautet sein Fazit nach zwei Kapiteln.

Etwa eine Stunde, bevor es auf die Bühne geht, stellt sich bei Rüde ein Gefühlsmix aus 'Aufgeregtheit, Konzentration und Vorfreude' ein. Ein festes Ritual vor einem Auftritt haben die Sportfreunde nicht, sagt Rüde. 'Wir hängen zusammen rum, machen irgendeinen Blödsinn und bringen unsere Energien mit einem gepflegten Bier zum Fließen.'

Nächstes Album steht an

Die Song-Auswahl steht bereits am Nachmittag fest. Doch 'Set-Listen-Diskussion sind furchtbar anstrengend', sagt Rüde. 'Aber wir werden erwachsener, was das angeht.' Etwa eineinhalb Stunden lang werden die Sportis ihrem Publikum bei diesem Clubkonzert ordentlich einheizen.

Das Repertoire reicht vom 'Heimatlied' und 'Fast wie von selbst' über 'Ich, Roque' bis hin zu 'Wellenreiten ’54', 'Wunderbaren Jahren' und einigen neuen Liedern. Demnächst geht’s laut Rüde ins Studio, um das nächste Album aufzunehmen. 'Ich hoffe, dass wir’s bis März fertig haben.' Aber wann es dann tatsächlich erscheint, könne er noch nicht sagen.

Jubelstürme wird es am Abend geben, wenn Peter verrät, dass er ja 'fast ein Allgäuer' sei, da seine Eltern von dort kommen würden. Um letzte Zweifel auszuräumen, wird der Frontman in breitestem Dialekt mitteilen, dass er und seine Band-Kollegen 'a haufe Liedr mitbracht händ'.

Rüde findet, dass die Band im Allgäu 'immer eine lustige Zeit hatte' – etwa bei Auftritten in Kempten oder Immenstadt. Sowieso seien Konzerte in kleineren Läden anders, besonders.

'Da gibt’s kein Brimborium', man könne Leute treffen und mit ihnen quatschen. Und so ist es auch Bassist Rüde, der im Anschluss an das Konzert sichtlich entspannt den Kontakt zu seinen Fans suchen und Autogramme geben wird.

Zurück bekommt er mehr als nur 'Ein Kompliment' für den 'megaaaa genialen' Abend, wie es ein Anhänger auf der Facebook-Seite der Sportfreunde kurz nach dem Auftritt zusammenfasst.

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