Allgäu
«Sport wird immer gemacht, auch in der Krise»

Die Wirtschaftskrise ist in aller Munde. Auch im Ostallgäu wird manche Firma von Auftragsrückgängen gebeutelt, ist von Kurzarbeit und Entlassungen die Rede. Doch nicht überall im Füssener Land geht der Daumen nach unten. Im Gegenteil: Etliche Unternehmer haben die negative Stimmung satt. Sie blicken optimistisch nach vorn und investieren nach dem Motto «Krise - na und?» in schwieriger Zeit in ihre Firma. In einer Serie stellen wir etliche dieser Betriebe vor. Den Auftakt macht die Schanner Eishockey-Artikel GmbH.

Füssen Angefangen hat alles Ende der 1980er mit einem kleinen Sechs-Mann-Betrieb. «Mittlerweile platzen wir aus allen Nähten», berichtet Paul Schanner, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma. Bereits vier Mal musste der Großhändler für Eishockey-Artikel erweitern, nun baut er schon wieder an und zeigt so der Wirtschaftskrise die lange Nase.

«Sport wird immer gemacht, auch in der Krise.» ist Schanner überzeugt. «Wir müssen in unserer Branche zwar auch kämpfen, sind aber nicht ganz so stark betroffen.» Zudem ist der Geschäftsführer wegen der Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland optimistisch und hofft als Ausrüster der deutschen Nationalmannschaft auf ein gutes Geschäft.

«Wir denken zukunftsorientiert und planen schon für die nächsten zehn Jahre», nennt der 62-Jährige Gründe für den Anbau. Für Schanner ist diese Millionen-Investition wichtig, gewinne er doch dank des erweiterten Produktangebots neue Partner. «Die Branche beobachtet einen», erklärt er. So habe ein großer amerikanischer Rollenhersteller für Inlineskates von der Erweiterung erfahren und will nun mit der Füssener Firma zusammenarbeiten.

Die Firma übernehmen

Auch Verkaufsleiter Marc Meier ist von der Notwendigkeit des Anbaus überzeugt, der schon Ende August fertig sein soll. Der 36-Jährige arbeitet seit 13 Jahren für Schanner und wird voraussichtlich die Firma im Mai 2010 übernehmen.

Meier ergänzt, dass nicht nur angebaut wurde, sondern jetzt auch die Logistik auf dem neuesten Stand sei - damit sei die Firma in Deutschland und Österreich «ganz vorne mit dabei».

Zukunftsangst haben die Beiden nicht - auch wenn sie sich einig sind, dass die Krise noch nicht überwunden sei: «Der nächste Winter wird sicher hart und das Geld sitzt bei vielen nicht ganz so locker». Deshalb seien auch sie gegen die Wirtschaftskrise nicht völlig immun.

Schanner und Meier haben aber neben ihrem Mut zur Investition einen weiteren Trumpf im Ärmel: «Wir haben auch sehr viel Glück mit unserer Bank, die uns in guten wie in schlechten Zeiten von Anfang an immer unterstützt hat.» Nur so sei es möglich gewesen, dass sich der Betrieb in den letzten drei Jahren von neun auf 27 Mitarbeiter verdoppeln konnte.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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