Fuchstal
Spezialität: Druckgrafik

«Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Galeristin werde», lacht Gerda Feldmeier-Bold. Doch als die gelernte Bürokauffrau ihren späteren Mann Joachim, einen Künstler und Kunsterzieher in Kaufbeuren, kennenlernte, nahm ihr Leben auch beruflich eine andere Richtung. Den entscheidenden Impuls, noch einmal etwas Neues zu wagen, gab die Tatsache, dass sich ihr Mann nur schwer zum Verkauf seiner Holzschnitte entschließen konnte, während ihr das Kaufmännische durch ihre Ausbildung nicht unbekannt war. Als ihr Mann dann eines Abends sagte: «Dann eröffne doch eine Galerie», stürzte sich Feldmeier-Bold ohne Vorkenntnisse und mit einem Budget von 3000 Mark in die neue Aufgabe. 1993 wurde die «Galerie Fuchstal» - damals noch in angemieteten Räumen in Leeder - eröffnet.

Kontakt zu den Künstlern bestand zum Teil durch die Arbeit Joachim Feldmeiers, doch galt es, einen Blick für Qualität zu entwickeln. So bildete sich die frischgebackene Galeristin ab 1995 regelmäßig durch den Besuch aller wichtigen Messen weiter. Ab diesem Jahr spezialisierte sich Feldmeier-Bold auf Druckgrafik zeitgenössischer Künstler - ein Bereich, der ihr durch die Arbeit ihres Mannes vertraut war und zudem ihrer technischen Neigung entgegenkam.

Von Anfang an setzte Feldmeier-Bold auf Qualität und nahm lieber finanzielle Einbußen in Kauf - ein Konzept, das sich bewährt hat. «Als Galerist ist es nicht nur meine Aufgabe, Kunst zu verkaufen», erläutert Feldmeier-Bold, «mindestens ebenso wichtig ist es, Kunst zu vermitteln.

» Mittlerweile verbindet sie mit einigen Künstlern eine langjährige Zusammenarbeit. «Es ist uns nicht zuletzt ein großes Anliegen, Künstler über lange Jahre aufzubauen, was ja auch ein wichtiger Aspekt der klassischen Galeriearbeit ist», so Feldmeier-Bold. Seit 2003 befindet sich die Galerie, die gleichzeitig Atelier von Joachim Feldmeier und Wohnsitz der Galeristin und des Künstlers ist, in Asch.

Heute blickt Gerda Feldmeier-Bold auf über hundert Ausstellungen zurück. Nach den Höhepunkten ihrer bisherigen Tätigkeit als Galeristin gefragt, antwortet sie: «Highlight ist immer die Ausstellung, die gerade läuft.» Dennoch sind ihr einige Ausstellungen besonders im Gedächtnis geblieben: 1996 beispielsweise die Schau mit Originallithografien von Picasso, Miró, Chagall, Matisse und Klee.

2001 ist es ihr gelungen, Friedrich Hechelmann für eine Einzelausstellung zu gewinnen und als eindrucksvoll ist ihr auch die Ausstellung «Holzschnitt gestern und heute - Klassiker der Moderne» in Erinnerung geblieben. Und dann gibt es natürlich noch das jährliche «Galeriefest» am 2. Oktober, eine Vernissage mit neuen Werken ihres Mannes. Doch viel wichtiger sind die Pläne für die nächste Ausstellung. Birgit Kremer

Die Galerie Fuchstal in Asch (Gewerbestraße 15) ist mittwochs von 16 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter 08243/3489 geöffnet.

www.galerie-fuchstal.de

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