Probstried / München
Spender für leukämiekrankes Baby Luis gefunden

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Hoffnungen gleichen den Wolken - einige ziehen vorüber, andere geben Regen. So heißt es in einem arabischen Sprichwort. Für die Familie des leukämiekranken Babys Luis kam am 3. April der erlösende Regen mit der Nachricht: Stammzellenspender gefunden.

«Wir sind in einer glücklichen Lage. Viele Patienten hoffen vergebens», sagt Joachim Kienzler, der Vater des neun Monate alten Buben. «Das ist wie ein Sechser im Lotto», freut sich Verena Spitzer, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern. Mit der AKB hatte Kienzler im Dezember eine Typisierungsaktion in vier Städten organisiert (wir berichteten). Rund 8000 Personen wurden dabei als Stammzellenspender erfasst.

Der passende Kandidat für Luis aber war nicht darunter. «Der jetzt gefundene Spender stammt nicht aus unserer Datei. Wir wissen nicht, wo er herkommt», sagt Spitzer. Klar ist aber laut Kienzler, dass er zu 90 Prozent zu Luis passt. Einen zweiten Spender, der zu 80 Prozent kompatibel ist, gäbe es außerdem.

Trotz dieser großen Übereinstimmung, kann es aber Komplikationen geben. «Wir sind sehr froh, dass wir einen Spender haben, wissen jedoch, dass jetzt ein großer Schritt kommt», sagt Luis Vater. Denn einerseits könnte alles gut gehen, andererseits könnten die fremden Stammzellen aber auch Abwehrreaktionen in Luis Körper auslösen.

Das Baby ist seit einigen Tagen stationär in einer Münchner Klinik, wo Voruntersuchungen für die Transplantation laufen. Zuvor war Luis nach langem Krankenhausaufenthalt seit Ende März zuhause. «Er musste zwar täglich nach München, um sich eine Chemospritze abzuholen. Aber ansonsten hatten wir ein normales Familienleben, wie wir es gar nicht mehr kannten», erzählt Kienzler. «Es war wunderschön, einfach zu Fünft am Tisch zu sitzen.

» Und heute ist das auch bereits wieder möglich, denn der stationäre Teil der Voruntersuchungen ist abgeschlossen.

Noch offen, ob Termin klappt

Die Transplantation selbst ist für Ende April angedacht. Allerdings ist laut Kienzler noch offen, ob dieser Termin klappt. Schließlich müssen dafür an einem einzigen Tag viele Menschen unter anderem bei der Entnahme des Transplantats, dem Transport, der Aufbereitung der Stammzellen und der Transplantation aktiv sein.

Luis Eltern hoffen dennoch auf diesen Termin und einen guten Ausgang der Transplantation.Wir rechnen mit Schwierigkeiten, aber auch damit, dass wir die in den Griff bekommen», sagt Kienzler und ist weiter voller Zuversicht, dass auch diese neue «Wolke» Regen bringt, statt nur vorbeizuziehen.

Geldspenden zur Finanzierung der Typisierungsaktion für Luis werden weiter gesucht.

Konto: Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern

Dresdner Bank

BLZ 70080000

Konto 0977704002.

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