Spd-bundestagswahl
SPD stellt Memminger Rolf Spitz als Direktkandidat für die Bundestagswahl auf

Rolf Spitz aus Memmingen möchte es noch einmal wissen: Nachdem er bei der Wahl 2009 den Sprung in den Bundestag nicht schaffte, tritt er nun erneut an. Die 39 Delegierten seiner Partei im Bundestagswahlkreis 257 (Landkreis Ostallgäu, kreisfreie Städte Kaufbeuren und Memmingen, Teile des Landkreises Unterallgäu) wählten ihn in Kaufbeuren einstimmig zu ihrem Kandidaten. Spitz war alleiniger Bewerber. In seiner Rede unterstrich er die Ziele, die er mit und für seine Partei erreichen will.

Spitz legte noch einmal den Finger in die Wunde, die sein Abschneiden bei der vergangenen Bundestagswahl bei ihm hinterlassen hatte. Nur 22 859 von 170 224 Wählern hätten damals trotz eines engagierten Wahlkampfes seines Teams für ihn votiert.

Er schob dies auf die allgemein schlechte Stimmungslage am Wahltag, als die SPD in Bayern um 8,7 Prozent erdrutschartig absackte. Die Bürger hätten damals mit Schwarz-Gelb 'die schlechteste Regierung seit Kriegsende gewählt'. Die gelte es im nächsten Jahr abzulösen und 'die werde man auch ablösen'.

Trotz aller Strapazen im vergangenen Wahlkampf stehe für ihn fest: 'Viele positive Punkte bewegen mich, nochmals den Hut in den Ring zu werfen'. So habe er gute Kontakte zu vielen Menschen aufbauen können.

Spitz betonte, dass er für die soziale Gerechtigkeit in Deutschland kämpfen wolle, die in den vergangenen Jahren gelitten habe. Dabei berief er sich auf das, was bereits die Bauern in Memmingen im Jahr 1525 gefordert hatten, unter anderem das Recht auf Freiheit.

Freiheit und Gerechtigkeit seien für ihn oberste Motivation, sich für den Bundestag aufstellen zu lassen. Er werde für die Menschenwürde kämpfen, indem der Missbrauch der Leiharbeit beendet werde.

Leiharbeit sei sinnvoll, wenn es um den Abbau kurzfristiger Auftragsspitzen gehe, aber nicht 'als Instrument, um dauerhaft Lohndrückerei und Tarifflucht zu fördern'.

Beschämend sei die Tatenlosigkeit der Regierung bei diesem Thema. Schließlich geißelte Spitz das Verhalten der Bundesregierung beim Thema Ausstieg aus der Atomenergie. Die SPD werde den Anteil erneuerbarer Energien bei der Strom- und Wärmeerzeugung weiter ausbauen.

Bis 2050 soll die Hälfte aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewonnen werden. Der Kandidat schloss mit der Bitte an die Delegierten, ihn beim bevorstehenden Wahlkampf zu unterstützen, ebenso bei der bevorstehenden Bezirks- und Landesvertreterversammlung. Dort müssten sich die ebenfalls gewählten Delegierten einbringen.

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