Füssen
SPD rückt vom Theresienhof ab

Die Füssener SPD verabschiedet sich vom Projekt Theresienhof. Stattdessen soll das geplante Einkaufszentrum an der Morisse entstehen. Das Gelände neben der Sparkasse - bisher für das Einkaufszentrum Theresienhof vorgesehen - solle stattdessen für eine «hochwertige Wohnbebauung» genutzt werden, fordern die Sozialdemokraten. Für die Werbegemeinschaft, die den Theresienhof abgelehnt hatte, begrüßte deren Vorsitzender Klaus Keller den Sinneswandel der SPD.

Bisher hatte sich die SPD nicht als Gegner der Theresienhof-Pläne hervorgetan. Ganz im Gegenteil: Noch bei der Haushaltsdebatte im Frühjahr hatte Lothar Schaffrath im Stadtrat erklärt: Seine Fraktion stehe hinter den Plänen von Bürgermeister Paul Iacob für das Einkaufszentrum Theresienhof. Woher kommt nun der Sinneswandel? «Wir haben den Theresienhof für gut befunden», räumt Hannelore Semmlin-Leix bei einem Pressegespräch ein. Allerdings hätten sich die Bedenken der Nachbarn gegen das Projekt und die Probleme mit der Verkehrsanbindung als größere Hürden erwiesen, als man bislang glaubte.

Bessere Verkehrsanbindung

Grundsätzlich sei sowohl die Fläche neben der Sparkasse als auch die an der Morisse für die Ansiedlung eines Einkaufszentrums geeignet, sagte Lothar Schaffrath. Innerhalb der SPD habe man nun das Für und Wider beider Grundstücke abgewogen. Ergebnis: Der Standort Morisse sei geeigneter. «Es gibt eine viel bessere Zufahrtsmöglichkeit, das Grundstück ist komplett in städtischem Besitz und man kann von der Morisse direkt in die Altstadt gelangen, ohne eine stark befahrene Straße überqueren zu müssen», zählt Anja Selzer Pluspunkte auf. Die dort verloren gehenden Parkplätze könne man durch eine Tiefgarage ersetzen, meint die SPD.

Das Gelände neben der Sparkasse soll nach Ansicht der Sozialdemokraten für eine hochwertige Wohnbebauung genutzt werden, eventuell mit kleinen Büros oder Läden im Erdgeschoss.

Keller: «Das macht mehr Sinn»

Grundsätzlich begrüßt Klaus Keller von der Werbegemeinschaft die neue SPD-Haltung. Beim Standort Morisse sei die fußläufige Erschließung zur Altstadt gegeben, auch wäre die Verkehrsanbindung deutlich besser als neben der Sparkasse. «Das macht mehr Sinn. Das könnte die Innere Kemptener Straße und eventuell auch die Luitpoldstraße aufwerten», meint Keller, ohne aber in einen Freudentaumel zu verfallen. Denn ihm wäre es nach wie vor lieber, wenn ein Frequenzbringer direkt in der Fußgängerzone angesiedelt werden könnte.

Sollte das Projekt an der Morisse verwirklicht werden, fordert er aber für Füssener Geschäftsleute Chancengleichheit: Auch ihnen sollte die Möglichkeit eingeräumt werden, sich im neuen Einkaufszentrum anzusiedeln. Zudem müsse der Handel frühzeitig informiert werden, welche Geschäfte an der Morisse untergebracht werden.

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