Kliniken
SPD: Fusion ein möglicher Weg

Die Kreiskliniken werden nach Einschätzung der SPD-Fraktion im Kreistag auch im Jahr 2011 das bestimmende politische Thema sein. Das Thema Krankenhäuser sei zwar ein sehr sensibles, sagten die Kreis-Fraktionssprecher Helmut Koch und Michael Helfert im Gespräch mit der MZ. Es könne aber nicht aus der politischen Debatte ausgeklammert werden, stellte Koch klar. Helfert ergänzte: «Es ist notwendig, dass öffentlich darüber gesprochen wird, wie der beste Weg für die Häuser aussieht.»

Die beginnende Kooperation mit dem städtischen Krankenhaus Memmingen begrüße die sechsköpfige SPD-Fraktion im Kreistag. Die Bürger müssten wissen, wie es mit der medizinischen Versorgung im Landkreis weitergeht. Allerdings appellieren Koch und Helfert daran, die Diskussion sachlich zu führen. Frühzeitig sollten Überlegungen transparent gemacht werden.

Kein Weg sei es, das Thema Kreisklinken aus der öffentlichen Debatte heraushalten zu wollen. «Jeder muss mit dem Thema aber verantwortlich umgehen», so Koch, der selbst Mitglied des Verwaltungsrates ist. Kleinere Krankenhäuser hätten es ohnehin schon schwer genug.

Weil sich der Landrat im Jahr 2012 der Wiederwahl stellen muss, sieht die SPD die Gefahr, dass «alte Schlachten geschlagen werden - mit Verletzungen und Verwundungen». Aus Sicht der SPD wäre eine Fusion mit dem städtischen Klinikum in Memmingen eine «sinnvolle Möglichkeit».

In jedem Fall sollte die nächsten ein, zwei Jahre ausgelotet werden, ob eine Zusammenarbeit funktioniert, sagte Helfert. Am Ende werde eine Spezialisierung stehen. Jedes der drei Krankenhäuser - Mindelheim, Ottobeuren und Memmingen - werde sich auf Stärken konzentrieren und auf anderes verzichten. Dass Verhandlungen zwischen den Klinikumsleitungen nicht öffentlich geführt werden könnten, ist für die SPD klar. Derzeit geht es nach Ansicht Helferts vor allem um vertrauensbildende Maßnahmen zwischen den Leitungen der Kliniken des Landkreises und der Stadt Memmingen.

Als positiv bewerten die Sozialdemokraten eine zweitägige Klausurtagung, die im Februar in Irsee stattfinden wird.

Vernunft größer als Versuchung

2012 müssten Entscheidungen fallen. Sollte bis zum Sommer 2012 nichts geschehen, sieht die SPD die Kreiskliniken in Gefahr. Helfert und Koch zeigten sich überzeugt, dass die Vernunft in der Kreispolitik letztlich im Interesse der medizinischen Versorgung und der Arbeitsplätze größer sei als die Versuchung, das Thema Klinken im Wahlkampf zum Dauerbrenner zu machen.

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