Spatenstich für Hängebrücke über die Iller - Lückenschluss im Oberallgäuer Rundwanderweg

'Leidensweg' zu Brückenschlag Altusried/Dietmannsried (ell). Ein 'Leidensweg' führte zum Brückenschlag zwischen Fischers und Pfosen, seufzte Dietmannsrieds Bürgermeister Hans-Peter Koch beim Spatenstich für die Hängebrücke über die Iller. Schließlich vergingen zwischen den ersten Ideen zu diesem Projekt und dem Baubeginn jetzt ganze sechs Jahre. Doch dass die 'Vision' trotz aller Hindernisse nun Realität wird, feierte nicht nur Altusrieds Rathauschef Heribert Kammel als 'Attraktion und Bereicherung'.

Der Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte verdeutlicht, dass die Geburtswehen nicht nur lange anhielten, sondern auch etliche Komplikationen zu überwinden waren. Wie Kammel den Gästen beim Spatenstich erläuterte, hat der heute 80-jährige Rudolf Weiser 43 Jahre lang Passagiere von Pfosen nach Fischers gerudert. Als er aus Altersgründen 2001 die Ruder niederlegte, entstanden erste Überlegungen, eine Brücke zu bauen, mit Klaus Eberhardt vom Verkehrsverein Altusried als Ideengeber.

Eine Realisierung sei aber erst denkbar geworden, als mit 'Leader plus' ein EU-Förderprogramm zur Stärkung des ländlichen Raums aufgelegt wurde. Nach einer Machbarkeitsstudie für 8904 Euro, finanziert je zur Hälfte durch Leader-Mittel und den Verkehrsverein, wurde die Planung konkreter. Erst sollten die Kosten 180 000 Euro betragen, finanziert zur Hälfte durch EU-Mittel, die restlichen 90 000 wollten sich Dietmannsried, Altusried und der Zweckverband Naherholung Kempten Oberallgäu teilen. Für die vor allem durch den gestiegenen Stahlpreis entstandenen Mehrkosten von 20 000 Euro werden als Sponsoren für je 10 000 Euro die Raiffeisenbank im Allgäuer Land und der Zweckverband Naherholung Kempten-Oberallgäu aufkommen.

Keinen Zweifel ließ Kammel daran, dass die Brücke nicht nur Befürworter fand. Und auch Kollege Koch erinnerte an die 'vielfältige' entscheidende Sitzung in Dietmannsrieds Gemeinderat, die mit einem Patt endete. Dass dann noch Probleme mit dem Planungsbüro, Schwierigkeiten bei der Auftragsvergabe und aufwändige Prüfstatik hinzu kamen, ließ Koch von einem 'Leidensweg' sprechen. Gleichwohl freute sich auch er, dass die Nachbarn nun enger zusammen kommen.

Nicht nur die Orte, sondern auch die Wanderer und Radler profitieren davon, dass eine Lücke im Oberallgäuer Rundwanderweg bald geschlossen ist, hob Dr. Alois Kling hervor. Sein Amt für Landwirtschaft Kempten ist allgäuweit zuständig für 'Leader plus'.

Für eine 'flexible und kompetente' Planung lobteHeribert Kammel den Krugzeller Heribert Hartmann, der auch ein Modell der Hängebrücke anfertigte. Die wichtigsten Daten zu dem Projekt nach seinen Angaben:

Länge von Achse zu Achse: 84,44 Meter

Stegbreite: 1,5 Meter

Länge des gesamten Bauwerks: über

100 Meter

Oberbau aus Stahl, Gesamtmenge

35 Tonnen

Voraussichtliche Fertigstellung: August

Daten und Fakten

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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