Allgäu
Sozialarbeit bald an allen Hauptschulen

Unterthingau/Ostallgäu Mit diesem Schritt ist es gelungen, mit staatlicher Förderung flächendeckend alle Hauptschulen des Landkreises Ostallgäu mit Schulsozialarbeit auszustatten und damit die Qualität der pädagogischen Betreuung und Förderung der Kinder und Jugendlichen an den Hauptschulen deutlich zu verbessern. Die Trägerschaft für die beiden neuen Projekte übernimmt die gfi (Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration). Diese gemeinnützige GmbH stellt nicht nur das Personal, sondern beteiligt sich auch finanziell.

Bindeglied zwischen Schule und Amt

Zielgruppe der Jugendsozialarbeit an Schulen - kurz JAS - sind sozial benachteiligte junge Menschen. Die Fachkräfte kümmern sich als Bindeglied zwischen Jugendamt und Schule gezielt in Einzelfallhilfen und Projekten um diese Kinder und ihre Familien. So können Konflikte und negative Entwicklungen im familiären oder schulischen Umfeld früh erkannt und rechtzeitig Hilfe angeboten werden. Große Bedeutung kommt dabei vor allem der Präventionsarbeit zu. Soziales Kompetenztraining, Kommunikationstraining, Anti-Mobbing-Training, Training zur Impulskontrolle, Streitschlichterprogramme, Medienerziehung, Projekte zum Umgang mit den Chancen und Gefahren des Internets sind wichtige Angebote, um die Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und das Lern- und Lebensumfeld Schule positiv zu gestalten.

Für die Ausstattung der Förderzentren, der Berufsschule und aller Hauptschulen mit Jugendsozialarbeit wendet der Landkreis jährlich circa 100000 Euro auf. Dies sei eine sinnvolle und notwendige Investition in die Kinder und Jugendlichen und damit in die Zukunft, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.

Nun Grundschulen an der Reihe

Um die Kinder mit Problemen möglichst früh zu erreichen, ist vonseiten des Sozialministeriums angedacht, die Förderung auf den Grundschulbereich zu erweitern. Gerade im Hinblick auf den Erwerb sozialer Kompetenzen ist es notwendig, Defizite so früh wie möglich zu erkennen und Hilfe anzubieten. Deshalb wird das Ostallgäu prüfen, inwieweit in den Grundschulen ein Bedarf an Jugendsozialarbeit besteht und die notwendigen Stellen geschaffen werden können.

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