Lindenberg
Sommerzeit, Eiszeit

Saftig lila leuchtet das Waldbeeren-Eis in der Vitrine, verheißungsvoll klingt eine Sorte namens «Amadeus Dream» und Kaugummi-Eis in quietschendem Blau und Rosa lässt Kinderherzen höher schlagen. Sommerzeit, Eiszeit - endlich!

Noch ist es früh am Tag, die Sonne scheint noch nicht mit voller Kraft und doch stehen schon die ersten Kunden vor den Eisdielen Lindenbergs. Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Eis mag eigentlich jeder, findet Margarita Payo-Martin. Die Hauptverkaufszeit für das kühle Schleckvergnügen ist von 15 Uhr bis etwa 17 Uhr, weiß die Besitzerin des Cafés «Mediterran» in Lindenberg aus Erfahrung zu berichten. Trotz des etwas verregneten Sommers ist sie mit dem Eisgeschäft bisher sehr zufrieden. Klar, sei es wetterabhängig, aber wenn es etwas kühler sei, äßen die Leute eben einen Becher «Heiße Liebe» mit heißen Himbeeren statt dem Joghurt-Becher, erzählt die Spanierin.

Frische Milch, Sahne und Eier, «richtig viel Fett also», mache ein gutes Eis aus, erklärt Cosimo Accurso, der neue Geschäftsführer der Eisdiele «Venezia» in Lindenberg. Mehr wollte er nicht aus dem Nähkästchen plaudern, denn die Rezepte seien schließlich ein Geheimnis. Seit dem 1. April führt er das Lokal und ist dafür mit seiner Frau eigens aus Bad Honnef ins Allgäu gezogen. «Hier ist es wunderbar. Die Leute sind sehr freundlich», freut er sich über den Umzug nach Bayern.

Kinderstimmen ertönen vor der Eisvitrine. «Hmmm Schokolade? Oder doch lieber Melone?», überlegt man. «Oder nein. Ich will Zitrone!», bestellt ein kleiner Bub schließlich. Die Auswahl ist groß. Die Entscheidung schwierig.

Trotz aller Besonderheiten wie Whiskey-Eis oder «After Eight», die die Eisdielen mittlerweile anbieten, laufen die traditionellen Eissorten am besten: Joghurt, Schokolade und Zitrone sind sehr beliebt. «Am liebsten in der Waffel», erzählt Payo-Martin.

30 Sorten Eis hat Accurso in seiner Vitrine. 150 Kilo seien das in etwa, sagt er, und an guten Tagen seien die am Abend auch weg. Mit seiner Eismaschine könne er in einer Stunde die Grundmasse für zwei Zentner Eis produzieren, rechnet der Eiskonditor.

Ebenfalls hausgemachtes Eis gibt es im Gasthaus «Zum Goldenen Hirschen» in Lindenberg. «Wir produzieren unser Eis sehr traditionell. So wie es in Italien vor 200 Jahren gemacht wurde», sagt der Chef des Hauses, Oliver Holzhaur. Frische Zutaten und echte Früchte steckten in seinen 18 Sorten, die vor allem die Stammkundschaft verzehrt.

Anders als die Eisdielen lebe er ja nicht vom Eis, aber er biete es an. «Und bei uns ist es die Philosophie des Hauses, alles selbst zu machen», erklärt der Gastwirt.

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