Amberg
Solide Finanzen in Amberg

Der Reigen der Haushaltspläne im Wertachtal erreichte jetzt Amberg. Und auch hier bietet sich nach Darstellung von Kämmerer Claus-Dieter Hiemer, wie in den anderen zur Verwaltungsgemeinschaft Türkheim zählenden Gemeinden, ein grundsolides Bild.

Aktuell nimmt Amberg gar die Favoritenrolle ein, weil keinerlei Bankverbindlichkeiten selbst aus Schulden zurückliegender Jahre den Etat belasten.

Allerdings steht die zu finanzierende Sanierung des Ortswassernetzes mit einem kalkulierten Kostenvolumen von 693000 Euro ins Haus, für die vom Freistaat termingebundene Zuschüsse in Höhe von 406000 Euro gewährt wurden. Ausgegeben wurden bislang lediglich 100000 Euro, sodass für die kommenden Jahre erheblicher Mittelbedarf besteht.

Begehrtes Förderungsprogramm

Ähnliches gilt für die anstehende Dorferneuerung, nachdem die Gemeinde zu den Auserwählten des begehrten Förderungsprogramms gehört. 50000 Euro wurden hier für erste Maßnahmen im laufenden Jahr eingeplant.

Für die Jahre bis einschließlich 2012 prognostiziert der Haushaltsplan eine erforderliche Kreditaufnahme von insgesamt 446000 Euro für die genannten Aufgaben sowie für den Hochwasserschutz.

Mehr Zuschüsse vom Staat

Der Haushaltsplan 2009 lässt noch eine Zuführung von 406677 Euro aus dem Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt zu. Die gegenüber dem Vorjahr rückläufige Zahl ist einerseits mit den bereits in den Vorjahren stark schwankenden Einnahmen aus der Konzessionsabgabe eines großen Stromabnehmers auf Gemeindegebiet zu erklären, andererseits wohl ein erstes Anzeichen der sich verschlechternden wirtschaftlichen Großwetterlage.

Während der Einbruch bei der Gewerbesteuer wegen fehlender Großbetriebe in Amberg eher eine untergeordnete Rolle spielt, deutet sich beim um 20000 Euro zurückgegangenen Einkommensteueranteil vom Vorjahresniveau (520000 Euro) ein schmerzlicherer Einschnitt an. Kompensiert werden die Mindereinnahmen durch Zuweisungen des Staates in bisher unerreichter Höhe (277920 Euro für 2009, voraussichtlich 300000 Euro in 2010).

Nicht kostendeckend sind insbesondere die für die Abwasserbeseitigung erhobenen Gebühren in Amberg, was zu einem Fehlbetrag von 33000 Euro im laufenden Jahr führt.

Zwar liegen die Gebühren mit zwei Euro pro Kubikmeter wegen der Besonderheit des Amberger Kanalsystems (vakuumpumpengestützt) bereits vergleichsweise hoch, kostendeckend wäre allerdings erst ein Gebührenansatz von 2,64 Euro.

Anpassung der Gebühren

Die defizitären Positionen des Haushaltsplanes, wie etwa auch der Kindergarten, sollen im Hinblick auf eine Anpassung der Gebühren in den kommenden Jahren geprüft werden. Die Haushaltssatzung 2009 wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

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