Marktoberdorf
Söder fordert mehr Transparenz

Der Ton aus dem Mikrophon im Festsaal des Gasthaus Burger kam aufgrund eines technischen Defekts alles andere als klar und scharf daher. Der Bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder gab sich bei seinem Vortrag zur Gesundheitspolitik danach aber um so schärfer. Vorher aber gab er das Lob, das der Gastgeber - CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke - an ihn gerichtet hatte, zurück und bekräftigte den Generationenwechsel, der in der CSU nötig sei.

Derzeit entwickle sich im deutschen Gesundheitswesen eine «sozialistische Planwirtschaft», meinte Söder. Dagegen müsse man ankämpfen. Es sei seit der Reform sehr viel Geld im Gesundheitssystem vorhanden, aber es werde falsch verteilt, so Söder. Er betonte dabei die von ihm angestrebte Stärkung der regionalen Strukturen. Man müsse nicht nur den Zentralismus verhindern, sondern auch Großkonzernen, die sich in der medizinischen Landschaft breitmachten, die Stirn bieten, sagte Söder. «Die hohe Qualität der medizinischen Versorgung im Land steht auf dem Spiel.»

«Müssen aus der Ideologiefalle»

Söders Lösungsvorschläge sehen die Betonung der Regionalität und der Freiberuflichkeit der Ärzte vor. Zudem müsse das Motto Therapie statt Bürokratie heißen und Deutschland müsse raus aus der «Ideologiefalle»: «Eine Bürgerversicherung funktioniert nicht. Sie ist mit einer sozialen Schieflage versehen.» Außerdem forderte der Gesundheitsminister ein Patientenschutzgesetz. Das Gesundheitssystem dürfe nicht unter ökonomischen, sondern müsse unter menschlichen Gesichtspunkten gestaltet werden, so Söder.

In einer kurzen Diskussion sicherte Söder zu, die Nachteile für Bayern im System zu reduzieren und betonte, dass er sich für mehr Transparenz im Gesundheitssystem einsetzen werde.

Eine emotionale Diskussion zur umstrittenen Blauzungenimpfung versuchte der Minister im Keim zu ersticken: «Das gehört nicht zu den größten Herausforderungen für die Bauern.»

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