So, wie wir uns das gewünscht hatten

Von Peter Schäffer | Schwangau Voll war der große Saal im Kurhaus. Gespannt erwarteten die Zuhörer beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Schwangau den ersten Auftritt von Alexandra Böhling, der neuen ersten Dirigentin der Kapelle. Die junge Frau hatte den Mut, ein schwieriges Ehrenamt zu übernehmen. Denn Rudi Hahn, ihr Vorgänger, konnte auf 20 Jahre Zeit als erster Dirigent und auf beträchtliche Erfolge zurückblicken.

Alexandra Böhling wurde an diesem Abend zu einer von allen anerkannten Nachfolgerin. 'So wie wir es uns gewünscht hatten', unterstrich Jens Schwarz, der Vorsitzende des Musikvereins, in den Schlussworten eines rundum gelungenen Frühjahrskonzertes 2007.

Interessant war ein Vergleich der beiden Dirigenten. Denn während des Abends durfte Rudi Hahn den von ihm als musikalisches Abschiedsgeschenk gewünschten Marsch 'König Karl' selbst dirigieren. Ruhig, kaum den Körper bewegend, führte er die Kapelle sicher und nur mit knappen Handbewegungen. So war man es von ihm gewohnt.

Alexandra Böhling dagegen, scheint beim Dirigieren mit einem schwungvolleren Einsatz von Händen, Armen und durch kleine harmonische Körperbewegungen fast mit den Musikern ihrer Kapelle zu reden. Jedoch ohne übertriebene Gesten, sondern harmonisch, ruhig, aber auch ausgesprochen selbstbewusst und führend. 'Die mit dem Taktstock redet…' drängt sich bei ihrem Einsatz als abgewandelter Filmtitel auf.

Traditionelle Blasmusik, mit Pfiff neu arrangierte, altbekannte Stücke und ein Querschnitt durch die Filmmusik unterhielten die Zuhörer prächtig. Die Diese Auswahl traf Alexandra Böhling selbst. Filme waren ein Thema im zweiten Teil des Konzertabends. Denn mit Medleys aus Filmmusik und mit effektvoll neu arrangierter Blasmusik zeigte die Musikkapelle Schwangau gekonnt, dass Blasmusik viel mehr sein kann als Stimmungs- und Bierzeltmusik. Alexandra Böhling geht die in dieser Richtung den von ihrem Vorgänger, Rudi Hahn, begonnenen Weg konsequent fortsetzt.

Mit 'Tubissimo', seinem Solo für die Tuba - einem ungewöhnlichen Musikstück - spielte sich Hubert Mayer in die Herzen der Konzertbesucher. Auf diesem Instrument schnelle Tonläufe zu spielen reicht an musikalische Artistik heran. Mayer schaffte das überzeugend und erhielt starken Beifall, als er bei den drei Zugaben, zu denen die begeisterten Zuhörer Dirigentin und Kapelle aufforderten, ein zweites Mal die schnellen Tuba-Läufe erklingen ließ.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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