Bregenz
So viele Besucher am See wie nie zuvor

Wenn am Sonntagabend Aida zum letzten Mal in diesem Sommer «O terra, addio» am Bodensee singt, werden etwa 200000 Menschen Verdis bekannteste Oper bei den Bregenzer Festspielen gesehen haben. Gestern zogen Intendant David Pountney und Festspielpräsident Günter Rhomberg eine erste Bilanz des auslaufenden Festivals. Sie gaben sich hochzufrieden. Noch nie zählten die Festspiele so viele Besucher wie heuer. Es waren bei allen Veranstaltungen insgesamt über 250000 (2008 waren es 183000).

Allerdings haben die Bregenzer auch noch nie ein dermaßen umfangreiches Programm aufgelegt. Etwa 100 Mal konnten Kulturfreunde Opern, Operetten, Schauspiele, Konzerte, Tanztheater und Performances erleben. Das Gesamtangebot war zu 98 Prozent verkauft, was Festspielpräsident Rhomberg ein «unglaubliches Ergebnis» nannte. «Die künstlerische Positionierung der Seeoper ermöglicht es uns, auch riskante Projekte ins Programm aufzunehmen», umriss Rhomberg das Konzept des Festivals.

Damit spielte er sowohl auf die anspruchsvolle und wenig bekannte Oper «König Roger» von Karol Szymanowski (Auslastung 93 Prozent) als auch auf das zeitgenössische Programm «Kunst aus der Zeit» (KAZ) an, das heuer ebenso deutlich ausgeweitet wurde wie die Jugendveranstaltungen.

Intendant Pountney nannte es einen «gesellschaftlichen Auftrag», Kultur in ihrer Vielfalt jungen Menschen zu vermitteln und auch, zeitgenössischen Komponisten, Autoren und Regisseuren eine Bühne zu bieten. Auftragskompositionen seien deshalb «eine Investition in die Zukunft». Der Brite sieht sich in seiner progressiven Haltung bestätigt durch den zunehmenden Publikumszuspruch für die KAZ-Veranstaltungen wie auch für Hausoper und Orchesterkonzerte mit Szymanowski-Schwerpunkt (Auslastung 92 Prozent).

«Die sogenannte Krise ist bei uns überhaupt nicht spürbar», resümierte Festspielpräsident Günter Rhomberg. Vorsichtig warnte er aber davor, sich auf dem Erreichten auszuruhen: «Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber wir müssen uns in jedem Jahr neu bewähren.»

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen