Tipps
So kommen Sie unverletzt durch die Silvesternacht

Symbolbild

An Silvester kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen. Häufig ist ein falscher Umgang mit Feuerwerkskörpern der Grund dafür. Markus Adler, Bereichsleiter Einsatzdienste, Ausbildung und Bevölkerungsschutz bei den Johannitern im Allgäu, gibt Tipps, wie man Verletzungen vermeidet.

Tipp 1: Feuerwerkskörper beim Anzünden niemals in der Hand halten

Zündet ein Böller während man ihn in den Händen hält, können dadurch Verletzungen wie abgetrennte Finger, durchtrennte Nerven und gesplitterte Knochen entstehen. Besonders gefährlich sind dabei Feuerwerkskörper aus Osteuropa. Denn diese besitzen eine deutlich größere Sprengkraft als deutsche Silvesterböller. Außerdem rät Adler, dass man Verbrennungen immer im Auge behalten sollte, da sie sich am nächsten Tag oft doch schlimmer darstellen, als man im ersten Moment vermutet hatte.

Tipp 2: Gehörschutz gegen Knalltrauma

Laut des Umweltbundesamtes erleiden in Deutschland jährlich 8.000 Menschen eine Verletzungen des Innenohrs durch Feuerwerkskörper. Hier spricht man dann von einem Knalltrauma, was sich durch vorübergehend schlechtes Hören und Fiepen bemerkbar macht. Auch dauerhafte Schädigungen sind möglich. Daher sollte man an Silvester einen Gehörschutz tragen.

Tipp 3: Brille gegen Augenverletzungen durch Funkenflug

Auch Augenverletzungen treten an Silvester häufig auf. Grund dafür sind Funkenflüge, die vor allem bei der Böllerei in größeren Menschenmengen entstehen. Adler meint, dass es durch Funkenflug oder Hitze zu irreparablen Schäden kommen könne. Daher sollte sich jeder durch eine Brille schützen.

Tipp 4: Blindgänger nicht erneut anzünden

Ist ein Feuerwerkskörper beim ersten Anzünden nicht explodiert, sollte man nicht versuchen, ihn noch einmal anzuzünden. Denn Blindgänger seien unberechenbar und sollten durch einen Schwall Wasser komplett unschädlich gemacht und dann im Restmüll entsorgt werden, so Adler. Vor allem das Hinunterbeugen beim Anzünden stelle eine große Gefahr dar.

Tipp 5: Böller gehören nicht in Kinderhände

Grundsätzlich gilt, dass Feuerwerkskörper nicht in Kinderhände gehören. Laut Adler sollten Kinder deshalb unbedingt einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu den Feuerwerkskörpern halten. Auch in den Tagen nach Silvester gilt es auf liegen gebliebene Blindgänger zu achten.

Das Bayerische Landeskriminalamt warnt außerdem eindringlich vor der Verwendung illegaler Pyrotechnik. Bei Verstoßen sind Bußgelder in Höhe von 50.000 Euro und sogar Freiheitsstrafen möglich. Benutzen Sie deshalb nur geprüfte und zugelassene Feuerwerkskörper mit CE-Zertifikation. Diese muss auf allen pyrotechnischen Produkten in deutscher Sprache aufgedruckt sein.

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