Missen / Wiederhofen
Skilifte Thalerhöhe sollen bald beschneit werden

«Es ist eine Notwendigkeit», sagt Bernhard Sontheim zu den Plänen, die Pisten des Skigebiets Thalerhöhe in den kommenden Jahren mit einer Komplettbeschneiung zu versorgen. Sontheim, einer von 28 Gesellschaftern der Thalerhöhe Skilifte GmbH und Co. KG erklärt weiter: «Schnee auf der Piste ist die wichtigste Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg des Wintertourismus.»

Die Skilifte bestehen seit 1967 und sind wegen ihrer leichten bis mittelschweren Abfahrten beliebtes Wintersportziel von Familien, Neueinsteigern und Einheimischen. In den vergangenen Jahren mussten die Lifte den Betrieb in den Wintermonaten zeitweise aber immer wieder einstellen, da die Schneefälle nicht ergiebig genug waren. Sogar nach guten Schneefällen bleibe der Schneemangel durch viele Skifahrer, Wind und Warmwettereinbruch, das «Sorgenkind Nummer eins des Liftbetreibers», so Sontheim.

Diesem Problem soll nun mit vier Schneekanonen entgegengewirkt werden. Bereits in der letzten Skisaison haben die Betreiber der Skilifte Thalerhöhe einen Testbetrieb mit zwei Schneekanonen durchgeführt.

Und im Unterschied zu den vorangegangenen Jahren liefen die Lifte den vergangenen Winter von Mitte Dezember bis Anfang März durch, begründet Sontheim die Entscheidung der Gesellschafter.

Dem erfolgreichen Testbetrieb soll jetzt die Komplettbeschneiung folgen. Geplant ist, in drei Bauabschnitten vier Schneekanonen und 23 Zapfstellen zu installieren. Die vielen Zapfstellen sind laut Sontheim deshalb nötig, damit die Schneekanonen an möglichst vielen unterschiedlichen Standorten positioniert werden können. Am Ende der Bauphase soll es dann möglich sein, drei der vier Pisten künstlich zu beschneien.

Wenn alles gut läuft und das Landratsamt den Plan genehmigt, dann soll bereits vor Weihnachten dieses Jahres der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein. Bei ihm werden elf Zapfsäulen und vier Schneekanonen installiert. Bauabschnitt zwei und drei werden dann in den kommenden zwei bis drei Jahren folgen, erklärt der Gesellschafter.

Das Wasser, das für den Betrieb der Schneekanonen nötig ist, soll aus dem angrenzenden Mühlbach kommen und die Piste hochgepumpt werden. Für die Erstbeschneiung werden etwa 6000 Kubikmeter Wasser benötigt. Wenn der Bach genügend Wasser führt, ist das auch kein Problem, so Sontheim weiter. Ansonsten bestehe auch noch die Möglichkeit, Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung einzuspeisen.

Der Umweltproblematik, die sich bei dem Bau von Beschneiungsanlagen immer ergibt, setzt Sontheim entgegen, dass der Beschneiungsschnee widerstandsfähiger sei als normaler Schnee und durch eine ständig geschlossene Schneedecke weniger Grasnarben entstehen würden. Außerdem sind die Skilifte Thalerhöhe laut Sontheim Arbeitgeber für zwölf Personen und haben einen hohen Stellenwert für den Tourismusstandort Missen-Wilhams.

Deswegen wird das Projekt auch vom Missener Bürgermeister Hans-Ulrich von Laer und dem Gemeinderat unterstützt. Würde man die Schneekanonen nicht installieren, müsse man die Liftanlagen auf Dauer wahrscheinlich schließen, so Bernhard Sontheim.

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