Flüsse und Seen
Situation vorerst entschärft: Pegel der Allgäuer Gewässer steigen wieder

Aufatmen: Regen und niedrigere Temperaturen lassen die Pegel der Allgäuer Gewässer wieder steigen.
  • Aufatmen: Regen und niedrigere Temperaturen lassen die Pegel der Allgäuer Gewässer wieder steigen.
  • Foto: Yvonne Salvamoser
  • hochgeladen von David Yeow

Die Hitzewelle der letzten Wochen hat sich massiv auf die Seen, Flüsse und Bäche im Allgäu ausgewirkt. Experten befürchteten ein großes Fischsterben in der Region, einige Bäche lagen beinahe trocken und die Iller musste mit Wasser aus dem Rottachspeicher gespeist werden. Jetzt aber bringt das kühle und regnerische Wetter endlich die langersehnte Entspannung - zumindest vorerst.

Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamtes (WWA) Kempten steigen die Wasserstände der Allgäuer Gewässer aktuell wieder. "Wir erwarten einen deutlichen Anstieg des Pegels im Forggensee", sagt Bernd Engstle, stellvertretender Leiter des WWA. Auch Grüntensee und Rottachspeicher werden in den nächsten Tagen wieder mehr Wasser führen - ebenso die Bächen und Flüssen.

"Durch den Regen in den nächsten Tagen, sind die Fließgewässer für die kommende Woche wieder sicher", so Engstle weiter. Sollten dann aber wieder zwei, drei sehr trockene Wochen kommen, wird sich die Situation wohl wieder verschärfen. 

Fischsterben im Allgäu vorerst abgewendet

Außer Gefahr sind vorerst auch die Fische in den Allgäuer Flüssen und Bächen. Durch die gesunkenen Temperaturen steigt der Sauerstoffgehalt des Wasser wieder an. "Die Situation für die Fische hat sich verbessert, die Lage ist deutlich entschärft", so Roland Paravicini vom Fischereihof in Salgen. Ein befürchtetes Fischsterben ist - mit Ausnahme einiger, kleiner Zwischenfälle - glücklicherweise ausgeblieben. 

Einzige Folge: Laut Paravicini, beginnen die Forellen in den Gewässern heuer früher mit der Fortpflanzung. Woran das genau liegt, das wissen die Fischereiexperten allerdings nicht. Eigentlich beginnt die Laichzeit der Forellen erst Anfang Oktober. 

Zukunft ist unklar

Ob das Allgäu in Zukunft häufiger mit solchen langanhaltenden Hitzeperioden rechnen muss ist unklar. "Wir müssen sehen, was langfristig passiert", lautet das Resümee aus dem Wasserwirtschaftsamt. Ähnlich sieht das auch Fischereifachberater Roland Paravicini. Für ihn aber ist klar: Wenn es in den nächsten Jahren häufiger zu solchen langen, trockenen Hitzeperioden kommt, dann werden sich viele Forellenarten dauerhaft in die Oberläufe der Flüsse und Bäche zurückziehen.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2019