Hitzewelle
Situation an Allgäuer Gewässern bleibt angespannt - Mehr Wasser aus dem Rottachspeicher für die Iller

Der Rottachsee: Von hier aus wird derzeit Wasser in die Iller abgeleitet.
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  • Foto: Andreas Reimund
  • hochgeladen von David Yeow

Der Rottachspeicher fungiert weiterhin als Rettung für die Iller. Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamtes (WWA) wird weiter Wasser aus dem Rottachspeicher in die Iller geleitet. Während die abgegebene Wassermenge in der letzten Woche bei rund 1.000 Litern in der Sekunde lag, hat das WWA den Zufluss jetzt auf 3.000 Liter pro Sekunde erhöht. 

Durch diese Maßnahme erhoffen sich die Experten eine Abkühlung der Iller und damit eine Rettung der dort heimischen Fischarten. Besonders Forellen benötigen möglichst kühles Wasser. Grund: Je kälter das Wasser, desto höher der Sauerstoffgehalt. Ist die Wassertemperatur dagegen zu hoch, ersticken die Fische. 

Gleichzeitig soll mit dem Wasser aus dem Rottachspeicher auch der bereits sehr niedrige Wasserpegel der Donau stabilisiert werden. Hier müsse man aber sehr vorsichtig vorgehen, denn die Wassermenge im Rottachspeicher sei begrenzt, so der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Karl Schindele. 

Laut dem schwäbischen Fischereifachberater Roland Paravicini bleibt die Situation für die Fische im Allgäu weiter sehr bedenklich. Noch sei zwar kein Fischsterben in den hiesigen Bächen und Flüssen gemeldet worden, aber die Wassertemperaturen blieben kritisch. Der Kraftwerksbetreiber bei Maria Steinbach habe am Montag eine Wassertemperatur von 23 Grad gemeldet. 

Pegel in anderen Allgäuer Fließgewässern teilweise extrem niedrig

Von den meisten anderen Flüssen und Bächen in der Region werden weiter größtenteils sehr niedrige Pegel gemeldet. Die Durach bei Kempten hatte vor rund einer Woche noch einen normalen Wasserstand. Mittlerweile wird das Gewässer von Niedrigwasserdienst aber ebenfalls in der Kategorie "sehr niedrig" gelistet.

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