Memmingen / Kaohsiung
Silvia Sperner kämpft sich von Erfolg zu Erfolg

Vor den World Games in Kaohsiung/Taiwan vertrat Karateka Silvia Sperner aus Tannheim bei Memmingen noch die Meinung, dass der Bundesadler auf dem Trainingstrikot «wohl ein bisschen zu prollig rüber käme». Mittlerweile kann die 24-Jährige den Adler aber mit stolz geschwellter Brust und durchaus zu Recht auch im Shogun Memmingen zeigen. Denn Sperner gewann bei den World Games, den Weltspielen der nichtolympischen Sportarten, die Bronzemedaille in der Disziplin Kumite (Freikampf).

Für Sperner nicht der erste Erfolg. Erst vor wenigen Wochen holte sie bei der Europameisterschaft in Zagreb/Kroatien mit dem Nationalteam Bronze und bei der letztjährigen Weltmeisterschaft in Tokio/Japan sogar Mannschaftsgold. Dennoch ist der dritte Platz von Taiwan ein besonderer Erfolg. Schließlich durften an den World Games nur die jeweils Erst- bis Drittplatzierten der WM plus die Continental-Cup-Sieger teilnehmen. «Es herrschte ein sehr hohes Niveau, aber ich kannte meine Gegnerinnen schon von früheren Kämpfen und wusste, was auf mich zukommt», sagt Sperner, die seit ihrem fünften Lebensjahr Karate betreibt.

Von acht Kämpfen hat die Allgäuerin, die seit etwa einem Jahr in Wiesbaden bei der Sportfördergruppe der Polizei ist, nur einen verloren. «Meine kroatische Gegnerin hat mich im Halbfinale zwar geschlagen. Aber ich habe mir ja dann gegen eine Russin doch noch Bronze gesichert», zeigt sich Sperner, die im Shogun Memmingen das Kämpfen lernte, mit ihrer Leistung zufrieden.

Bevor sie zur Polizei-Sportfördergruppe nach Wiesbaden wechselte, war die blonde Unterallgäuerin Sportsoldatin bei der Bundeswehr. «Die Ausbildung bei der Polizei bietet doch wieder einen anderen Blickwinkel und war wirklich förderlich für mich», begründet Sperner ihren Wechsel. Noch vier Jahre wird sie ihre Ausbildung in Wiesbaden fortsetzen.

Anweisungen per Telefon

Tipps von ihrem Trainer Senol Yildirim aus Memmingen bekommt sie auch dort. «Wir telefonieren öfter und ich schaue ab und zu im Allgäu vorbei», so Sperner. Probleme, die fernmündlichen Anweisungen umzusetzen, hat sie nicht. «Schließlich kennen wir uns schon so lange, dass Senol anhand meiner Beschreibungen immer eine Lösung parat hat.» Und auch Yildirim freut sich darüber, dass sein erfolgreicher Schützling den Bundesadler auf der Brust auch in Memmingen nicht mehr versteckt.

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