Silvesterknallerei mit Köpfchen

Kempten/Oberallgäu | bec | Krach machen, bis der Morgen graut: Es gibt nur eine Nacht, in der das erlaubt ist - und zwar die Silvesternacht, wenn das neue Jahr mit Pauken, Trompeten und vor allem lautstark begrüßt wird. Doch die Raketen, die in der letzten Nacht des Jahres so schöne bunte Lichter an den Himmel zaubern, bergen auch Gefahren, warnt die Feuerwehr. Und Ärger können sie obendrein verursachen - wenn durch sie Schaden entsteht. Denn, darauf weist die Sparkasse Allgäu hin: Wer mit den Krachern etwas beschädigt, muss hinterher dafür gerade stehen.

Mit einer arbeitsreichen Nacht rechnen die Feuerwehren zu Silvester. Dass es durch Knaller, Kracher und Raketen immer wieder zu Bränden - und schlimmstenfalls zu Verletzungen - kommt, liege meist am unsachgemäßen Umgang mit den Feuerwerkskörpern. Die Feuerwehr gibt deshalb Tipps:

l Hände weg von nicht geprüften, illegal eingeführten oder selbst gebastelten Knallkörpern. Nur Feuerwerk, das vom Bundesamt für Materialforschung und -prüfung (BAM) getestet wurde, darf verwendet werden.

l Eltern sollten mit ihren Kindern über die Gefahren sprechen. Jugendliche unter 18 Jahren sollten mit Knallkörpern nicht hantieren.

l Vor dem Anzünden einen Sicherheitsabstand einnehmen, Raketen niemals blindlings wegwerfen und vor allem nicht auf Menschen zielen.

l Einmal gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) in keinem Fall ein zweites Mal zünden.

l Die Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren schützen. Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände sollten nicht auf Balkonen und Terrassen stehen, Fenster und Türen bleiben geschlosssen.

l Falls es doch brennt: Sofort die 112 alarmieren.

Verursacher muss gerade stehen

Und was, wenn durch die Kracher etwas beschädigt wird? Dann kann das den Verursacher teuer zu stehen kommen, weiß Jürgen Zettler von der Sparkasse Allgäu von einem ganz konkreten Fall: Zwei junge Männer hatten mit ihren Silvesterkrachern eine Hausfassade und ein Treppengeländer beschädigt - und wurden vom Eigentümer auf Schadensersatz verklagt.

Der Eigentümer bekam Recht. Denn wer ein Feuerwerk zündet, so hieß es in der Begründung des Gerichts, müsse auch die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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