Eishockey
Sieg des ESV in Memmingen reicht nicht

Es hat nicht mehr gereicht: Trotz eines 7:6-Derbysiegs (2:2, 2:2, 2:2) beim ECDC Memmingen muss der ESV Buchloe in die Abstiegsrunde der Bayernliga. Immerhin: Da im Fernduell zeitgleich der Tabellenachte EC Pfaffenhofen den EV Lindau mit 10:3 nach Hause schickte, wäre selbst ein «Dreier» für die Piraten zu wenig gewesen.

Vor knapp 1000 Zuschauern am Memminger Hühnerberg bliesen die Piraten von Beginn an zum Angriff: Dem Sturm und Drang entsprang jedoch nichts Zählbares und so folgte die kalte Dusche. Indians-Verteidiger Andreas Schmelcher erzielte nach einem Konter das 1:0. Ein abgefälschter Glücksschuss von Martin Jainz brachte den Indians gar den zweiten Treffer (9.). Nach genialer Vorarbeit von Markus Vaitl gelang Thorsten Rau der Anschluss (12.) und Christopher Lerchner bestrafte die erste Hinausstellung eines Indianers mit dem Ausgleich (15.). Im Mittelabschnitt dauerte es bis zur 29. Minute, ehe die Indians in Überzahl das 3:2 herausspielten. Keine Zeigerumdrehung später glich Matthias Ziegler wieder aus. Er fälschte einen Schuss von Lerchner, der nach dem Spiel zum besten Buchloer Spieler gewählt wurde, ins Netz ab.

Mit Kurzpass-Eishockey im Klassestil brachte Vaitl bei Vier gegen Drei die Piraten in Führung (36.). Vorbereiter waren Lerchner und Bohdan Kozacka. Mit einer feinen Einzelleistung erzielte Memmingens Kanadier Ron Newhook jedoch den 4:4-Ausgleich (38.).

Das Schlussdrittel begannen die Buchloer mit einigen Personalwechseln: Im Tor stand Fritz Hessel für Florian Warkus, an der Bande führte Co-Trainer Peter Karl die Regie. Norbert Zabel hatte dem Hauptschiedsrichter in der Pause zu deutlich seine Meinung gesagt und erhielt eine Spieldauerstrafe. «Das Spiel war zwar emotionsgeladen, aber fair», sagte Zabel nach der Partie. «Dass man so viele große Strafen geben muss, ist nicht nachzuvollziehen».

Auf dem Eis griffen die Schiedsrichter mit harter Regelauslegung durch und belegten Memmingens Marc Stotz sowie auf Buchloer Seite Lerchner und Georg Hessel mit zehnminütigen Disziplinarstrafen.

Im Schlussdrittel geriet der ESV erneut unglücklich in Rückstand: Beim 4:5 konnten die Piraten bei einer unübersichtlichen Situation nicht klären (49.), das 4:6 kassierten sie gar bei eigener Überzahl (52.). In der 54. Minute war das Glück dann mal auf Seite der Piraten, als Ziegler mit einem Flachschuss durch die Schoner des Keepers traf. Tobias Kastenmeier erzielte dann mit einem Gewaltschuss das 6:6 (58.). Im anschließenden Penaltyschießen vergab nur ein Memminger Schütze. Für den ESVB trafen Ziegler, Vaitl und Rau, der damit den Auswärtssieg sicherstellte. (cd)

 

Unzufrieden: Norbert Zabel übte beim 7:6-Sieg nach Penaltyschießen des ESV Buchloe in Memmingen Kritik am Schiedsrichtergespann. Archiv-Foto: Lerchner

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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