Unterallgäu
Sieben neue Kinderkrippen bis zum Jahr 2010 geplant

Ab dem 1. August 2013 haben alle Kinder zwischen einem Jahr und drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kinderkrippe oder Tagespflege. Im Landkreis habe man kontinuierlich die Betreuungsangebote für Kleinkinder aber auch Schulkinder erweitert, erklärten der Leiter des Jugendamtes Otto Gaschler, Diplompädagogin Ulrike Villa-Fuchs sowie Schulrat Dr. Ansgar Batzner in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. Demnach gibt es derzeit landkreisweit 15 Krippengruppen.

Durch die Öffnung der Kindergartengruppen für Kinder ab zwei Jahren gibt es derzeit weitere 158 Krippenplätze. Bis 2010 werden weitere sieben Krippen mit 108 Plätzen in Bad Grönenbach, Bad Wörishofen, Eppishausen, Hawangen, Heimertingen, Lautrach und Ottobeuren geschaffen.

Der Rechtsanspruch der Eltern begründet sich aus dem Kinderförderungsgesetz. Demnach sind die Träger der öffentlichen Jugendhilfe verpflichtet, mindestens ein Angebot vorzuhalten, das eine Förderung aller Kinder ermöglicht, deren Erziehungsberechtigte einer Erwerbstätigkeit nachgehen.

Gaschler und Villa-Fuchs stellten fest, dass der Ausbau der Plätze für Kinder unter drei Jahren vorangekommen sei. Dazu habe man 2006 auch eine Elternbefragung durchgeführt. Eltern melden in der Regel ihren Betreuungsbedarf bei der Gemeinde, der Katholischen Jugendfürsorge oder dem Kreisjugendamt an.

Dennoch gebe es noch viel zu tun, um bis 2013 den Rechtsanspruch für Kinder bis drei Jahre auf frühkindliche Förderung, bedarfsorientierte Öffnungszeiten und kleinkindgerechte Ausstattung der Räumlichkeiten erfüllen zu können.

Auch die Betreuungsangebote für Grundschulkinder in Kindergarten und Hort sowie die Mittagsbetreuung seien ausgebaut worden. In Kindergärten werden derzeit 223 Kinder betreut, in Horten sind es aktuell 75. Weiter wurden in Horten sieben integrative Plätze geschaffen.

Eine Mittagsbetreuung und eine verlängerte Mittagsbetreuung werden zwischenzeitlich an 30 Grundschulen mit 41 Gruppen angeboten. Ein weiteres Standbein sei die Betreuung durch Tagesmütter. Derzeit stehen 57 Tagespflegemütter zur Verfügung, die insgesamt 97 Kinder unter ihren Fittichen haben.

Weiter ausgebaut wurden auch Angebote für die gebundene und die offene Ganztagesschule. In diesem Schuljahr gibt es an zwei Grundschulen zwei und an sechs Hauptschulen zwölf gebundene Klassen. An zehn Hauptschulen wird für 15 Gruppen eine offene Ganztagesschule angeboten. Schulrat Ansgar Batzner betonte, dass mit dem gestiegenen Angebot auch mehr Interesse vonseiten der Eltern bestehe.

Weitere Befragung von Eltern gefordert

Da derzeit «alles im Fluss ist» und immer mehr Eltern Hilfe suchen, brauche das Jugendamt, so Otto Gaschler, verlässliche Zahlen, auch mit Blick auf den Rechtsanspruch ab dem Jahr 2013.

Er forderte deshalb eine weitere landkreisweite Elternbefragung. Die Ergebnisse sollen den aktuellen Bedarf aufzeigen und Kreis sowie Gemeinden bei der weiteren Planung unterstützen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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