Kaufbeuren
«Sie sind weit gekommen»

«Ohne Leistung entwickelt man sich schnell vom Häuptling zum Indianer.» Mit diesen Worten zitierte der Kaufbeurer Bürgermeister Gerhard Bucher den ehemaligen Fußballspieler Pierre Littbarski. Bucher nahm darauf Bezug als er die 459 Absolventen der Staatlichen Berufsschule aufforderte, Leistungsbereitschaft und Engagement, aber auch Optimismus zu zeigen. «Denn», so betonte Bucher, «die Betriebe warten auf gut ausgebildete junge Leute.»

Diese optimistischen Grundgedanken griff auch Oberstudiendirektor Meinrad Stöhr, der Leiter der Berufsschule, auf. Er verglich die Absolventen mit den Spielern der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und betonte: «Auch Sie haben Großes geleistet, zeigten einen hohen Grad an Motivation und Durchhaltevermögen. Sie mussten viel lernen, sind weit gekommen und auch Sie haben sicher große Pläne für die Zukunft.» Stöhr gratulierte den ehemaligen Schülern zu der erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung. Ausbildung und ein erfolgreicher Einstieg in das Berufsleben, das seien auch die wirksamsten Rezepte gegen Resignation und politischen Extremismus.

Dass Chancen erst dann zum Erfolg führen, wenn sie auch genutzt werden, unterstrich Schülersprecherin Angela Götzfried. Mit dem Brecht-Zitat «Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren» verwies sie auf die nicht immer einfache Zeit während der Berufsausbildung. «Gekämpft haben wir. Drei Jahre lang. In dieser Zeit hatten wir viele Hindernisse zu bewältigen und zahlreiche Schwierigkeiten zu meistern.» Nun aber könne man das erfolgreiche Bestehen der Prüfungen feiern.

Enge Zusammenarbeit

Kreishandwerksmeister Robert Klauer unterstrich, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern auch nach dem Abschluss der Berufsausbildung sei. Die gesamte Volkswirtschaft und unser Lebensstandard sei von diesem Miteinander bestimmt, denn Wohlstand sei das Ergebnis gemeinsamer Arbeit.

In einem eher besinnlichen Teil der Abschlussfeier verwies Religionslehrer Michael Amman auf die Bedeutung von Werten für das Leben. Nach einem besinnlichen Musikstück, das die beiden Gitarristinnen Sina Schröder und Regina Sandler von der Musikschule Kaufbeuren einspielten, wurden die Jahrgangsbesten geehrt. 36 Schüler, die die Ausbildung mit einem Notendurchschnitt zwischen 1,00 und 1,86 abgeschlossen haben, erhielten ein Badetuch mit dem neuen Logo der Berufsschule. Die neun Jahrgangsbesten wurden mit einem Staatspreis (50 Euro) und einer Urkunde ausgezeichnet.

Im Schlusswort wünschte Schulleiterstellvertreter Hans Etzler den Absolventen für den beruflichen und privaten Lebensweg alles Gute und trotz all der zukünftigen Anforderungen «einen Schuss Unbekümmertheit». (az)

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