Lindenberg
Sicher durch schwere See

Die Lindenberger Volksbank steuert sicher durch schwere See. «Wir stehen sehr gut da», fasste Vorstand Bernhard Gutowski bei der Vertreterversammlung das Jahr 2008 zusammen. Die Mitglieder bekommen wie in den Vorjahren eine Dividende von fünf Prozent. «Auch ein Zeichen von Stetigkeit», so Gutowski.

In Zeiten der Finanzkrise haben viele Kunden die Genossenschaftsbanken als sicheren Hafen wiederentdeckt. Das machte sich auch bei der Volksbank bemerkbar. Bilanzsumme (27 Millionen Euro, plus 13,3 Prozent) und Einlagen (189 Millionen, plus 8,1 Prozent) stiegen ungewöhnlich stark. Ein Plus gab es auch bei den Ausleihungen (180 Millionen Euro, plus zwei Prozent). «Die Volksbank bleibt auch in schwierigen Zeiten ein stabiler Faktor für Wirtschaft, Kommunen und Häuslebauer», sagte Gutowski mit Blick auf die Versorgung der Region mit Krediten. Wegen der Krise und der damit einhergehenden Verunsicherung war von den Mitarbeitern der Volksbank hoher Einsatz gefragt. Viele Kunden hatten Beratungsbedarf: «Die Mitarbeiter mussten Sorgen und Nöte auffangen. Das Ergebnis haben wir gemeinsam erarbeitet», lobte Gutowski die Beschäftigten.

Von «ungewöhnlichen Zeiten», sprach Stefan Bihler, Vorsitzender des Aufsichtsrates. In den «Spitzenkrisenzeiten» seien Depots und Anlagen täglich gecheckt, mindestens einmal in der Woche der Aufsichtsrat informiert worden, berichtete er über Maßnahmen im Zuge der Krise.

Was Vorstand, Aufsichtsrat und Vertreter zufrieden stimmt: Mit den wichtigsten Zahlen bewegt sich die Volksbank teils deutlich über dem Schnitt der genossenschaftlichen Institute in Bayern. Das gilt für Betriebsergebnis, Zins-, Provisions- und Rohüberschuss, genauso wie das Verhältnis von Aufwand und Ertrag und den sogenannten Solvabilitätskoeffizient - er ist ein Anhaltspunkt für das Kreditrisiko eines Institutes. Die gute Lage der Bank bestätigte denn auch der Genossenschaftsverband - am Abend vertreten durch den Sonthofener Frank Burbrink - in seinem Prüfbericht.

Die Volksbank fährt bei der Anlage ihrer Gelder einen sehr soliden Kurs, Derivate oder andere hoch spekulative Anlagen sind tabu. Wie bei jedem Kreditinstitut schlägt sich freilich auch bei der Volksbank die Finanzmarktkrise in den Zahlen nieder. Rund 700000 Euro Abschreibungen mehr stehen in den Büchern als im vergangenen Jahr. Der Vorstand geht aber davon aus, dass es sich um eine temporäre Angelegenheit handelt, die Anlagen also komplett samt Zinsen zurückbezahlt werden. Unter dem Strich blieb so ein Bilanzgewinn von 359000 Euro. Er ist ähnlich hoch wie 2008. Niedergeschlagen hat sich darin auch eine Steuerrückerstattung über knapp 135000 Euro.

Mehrwert für ihre Mitglieder zu bieten, hat sich die Volksbank auf die Fahnen geschrieben. Dazu zählte auch der Vortrag über die Reform der Erbschaftssteuer, den Steuerberaterin Edeltraud-Maria Schmid, Spezialistin beim Genossenschaftsverband, bei der Vertreterversammlung hielt. Ihr zusammengefasster Rat: Wer sich beizeiten um das Thema Schenkung oder Vererben kümmert, kann möglicherweise sehr viel Geld sparen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019