Kultbox
Sibylle Baldauf und Dirk Horeth von Two in Tune bieten Musikgenuss in der Kultbox

Stammgäste sind 'Two in Tune' alljährlich im Januar in der Kultbox. Stammgäste sind auch die meisten Zuhörer, wie eine Blitzumfrage per Handzeichen ergab. Wer für das zweite Konzert am 28. Januar noch Karten will, sollte sich allmählich ranhalten.

An diesem Tag wird es ein echtes Kontrastprogramm geben. Oben in der Big Box 'Schweinshaxe': zünftig-deftig der Musikantenstadl mit Andy Borg. Unten in der Kultbox delikate Feinkost: zwei Stimmen und eine Gitarre.

Mal würzig-spritzig und rassig angeschärft wie der Samba, für den Sibylle Baldauf extra portugiesisch gebüffelt hat ('viel sch, des isch für Allgäuer günschtig'). Mal Bekanntes, auf eigene Art interpretiert. Mal die Kammermusik-Variante von Heavy Metal oder Hip-Hop. Und viel kuschelige Balladen, manchmal sogar aus eigener Feder.

Mehrere Vokal-Register

Außer dem gewohnten Abstand zwischen Frauen- und Männerstimme können die zwei stimmlich auch auf Augenhöhe gehen: Sibylle Baldauf mit samtiger Tiefe, Dirk Horeth mit federleichter Höhe. Beide haben mehrere Vokal-Register und Farben parat. So was gibt’s sonst nur von Profis zu hören.

Die Sprache ist meistens Englisch. Abstecher gibt’s nach Deutschland, Frankreich oder sogar in den Bregenzerwald. Über die Möglichkeiten, diesen Dialekt auf Englisch falsch zu verstehen. Beispiel? Was dort wie 'way down' klingt, heißt 'weh getan'. Diese Mischung aus Hits, die man im Ohr hat (von Green Day bis Sting) mit Überraschungen und Entdeckungen kommt an.

Und auch Geläufiges von 'You’ve got a friend' bis 'Final countdown' bekommt in der 'Two in Tune'-Version ein neues Outfit. Musik auf das Wesentliche reduziert.

Saxofon sorgt für Gänsehaut

Für große Momente und kleine Ewigkeiten sorgt Wolfgang Burkart mit seinem Saxofon und seinen 'Klippensolos'. Irgendwo ganz oben gespielt, vom Hubschrauber aus gefilmt, erläuterte Horeth diesen Begriff und die damit gemeinte Gänsehaut-Atmosphäre. Sibylle Baldauf ersetzt die Percussion, indem sie zum Singen flink und groovy eine Rassel schüttelt. Und dann trötet sie auch, und zwar ins 'Kazoo'.

So nennt sich die High-Tech-Variante des guten alten Butterbrot-Papiers auf dem Kamm. Eine Einlage mit Comedy-Qualität.

Sie kommt an, die Mischung aus guter Musik und lockerer Atmosphäre. In den ersten zwei Reihen sitzen ehemalige Schüler aus Lauben und die jetzigen der 3c aus Durach, fiebern mit ihrer Lehrerin und halten selbstgemalte Plakate hoch. Als die Musiker nachfragen, wer letztes Jahr bei der Titel-Suche 'stay tuned' aufschrieb, meldet sich tatsächlich die Betreffende aus dem Publikum und bekommt als Dank eine CD. Erst nach drei Zugaben ist das Publikum zufrieden. Warum demnächst nicht mal eine Musik-(R)evolution, 'Two in Tune' oben und der 'Stadl' unten?

Karten für das 'Two in Tune'-Konzert am 28. Januar (20 Uhr) in der Kultbox gibt es im AZ-Service-Center.

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