Anklage
Sexuelle Belästigung von Studentinnen an Kemptener Hochschule: Asylbewerber (27) in Untersuchungshaft

Drei Jahre Haft drohen einem 27-jährigen Asylbewerber, der in Kempten reiheweise junge Frauen sexuell belästigt hat.

Ein 27-jähriger Asylbewerber, der reiheweise , wurde von der Staatsanwaltschaft wegen sexueller Nötigung und Beleidigung angeklagt. Sollte er bei dem anstehenden Prozess verurteilt werden, droht ihm eine dreijährige Haftstrafe und in diesem Fall könnte er theoretisch auch aus Deutschland ausgewiesen werden.

Eine erste Verurteilung wegen sexueller Beleidigung war weitaus geringer ausgefallen und die Behörden sagten daher im Oktober vergangenen Jahres, dass dies keine Auswirkungen auf das Asylverfahren des Mannes hat. Der 27-Jährige sitzt seit Oktober in Untersuchungshaft, bestätigte gestern Staatsanwalt Bernhard Menzel. Zuvor lebte er in der Gemeinschaftsunterkunft in der Maler-Lochbihler-Straße.

Der Mann hatte immer Studentinnen der Hochschule angesprochen und versucht, sie zu küssen. Nach ersten Vorfällen wurde gegen ihn von der Staatsanwaltschaft ein Strafbefehl über 120 Tagessätze erlassen, den der Asylbewerber auch akzeptierte. Wenig später kam es jedoch erneut zu Belästigungen. Frauen erstatteten insgesamt 16 Anzeigen, bei der Hochschulleitung summierten sich am Ende 29 Beschwerden mit den immer gleichen Vorwürfen.

Seit den Sexualstraftaten zu Silvester in Köln und anderen deutschen Großstädten wurde vermehrt gefordert, straffällige gewordene Asylbewerber nach einer Verurteilung in ihr Heimatland abzuschieben. Die Regierung von Schwaben hatte nach Erlass des Strafbefehls gegen den 27-Jährigen erklärt, dass das Asylverfahren ganz normal weiterlaufen wird. Gravierende Sanktionen sind nach der geltenden Rechtslage erst ab einer Verurteilung zu einem Jahr Haft oder mehr möglich.

Gravierende Straftaten mit sexuellem Hintergrund machen bei den Verfehlungen von Flüchtlingen weniger als ein Prozent aus, sagte kürzlich Polizeipräsident Werner Ströß- ner gegenüber unserer Zeitung. In Kempten und dem Oberallgäu kam es jüngst nach Worten von Polizeisprecher Hans Willbold zu keinen derartigen Vorfällen mehr. Bei zwei Sexualdelikten, in denen derzeit ermittelt werde, sind die Beschuldigten Deutsche.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen