Sanierung
Senioren genießen wieder die Ruhe im Heim

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Feiertag im Seniorenwohnen Hoefelmayrpark: Am Freitagvormittag wurde die Sanierung und Erweiterung der Einrichtung an der Hieberstraße offiziell abgeschlossen. Rund acht Millionen Euro flossen seit dem Spatenstich im November 2007 in das Projekt. Hell, freundlich, barrierefrei präsentiert sich die Anlage nun und birgt mit der neuen Dementenstation mit dem angeschlossenen Garten ein ganz besonderes Element.

Jammern wolle sie nicht, meinte die Vorsitzende des Bewohnerbeirats in ihrer energiegeladenen Ansprache. Aber einen «Leidensweg» hätten die Senioren schon hinter sich. Prekär seien vor allem die Zeiten gewesen, als der Bau stockte, und Senioren deswegen länger in Übergangswohnungen bleiben mussten: «Die hatten ihre Sommergarderobe, der Rest war eingelagert. Aber dann wurde es Winter.»

Schmerzlich vermisst wurde nach den Worten der 90-Jährigen lange Zeit der Speisesaal - gerade zur Weihnachtszeit vergangenes Jahr. Das Personal genauso wie Einrichtungsleiter Peter Ottlinger durfte sich die Beschwerden über das angelieferte Essen anhören. «Da haben alle einiges durchgemacht», resümierte die Seniorin, die seit 19 Jahren im Hoefelmayerpark wohnt.

Umzüge, Lärm, Staub

Aus den Einschränkungen machten auch die Festredner keinen Hehl, allen voran die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Christa Prinzessin von Thurn und Taxis. Umzüge, Lärm, Staub - all das hätten die Bewohner und das Personal hinnehmen müssen. Der Lohn seien nun sanierte Räume und eine Dementenstation, die den neuesten Kriterien genüge. Und weil Altern ein besonders individueller Vorgang sei, biete der Sozialservice des Roten Kreuzes als Träger des Hauses sämtliche Varianten für ein komfortables Leben im Alter an. «Vom einfachen Mieten einer Wohnung bis zur Gesamtversorgung ist alles möglich», betonte die Präsidentin. Als «gute Seele des Hauses» lobte sie Peter Ottlinger, der seit 24 Jahren die Einrichtung leitet.

Als «einen Standortfaktor für Kempten» stellte Bürgermeisterin Sibylle Knott die modernisierte Anlage mit ihrer herrlichen Lage im Park dar. Sie lobte besonders die offenen Bereiche im Gegensatz zu klassischen, behütenden Häusern. Den hohen Wert der eigenen vier Wände, gerade im Alter, hob Bernhard Hentschel, Leiter des Sozialservice des BRK, heraus.

Pater Bruno und Pfarrer Jens Cleve spendeten den kirchlichen Segen. Pater Bruno unterstrich den Wert des letzten und entscheidenden Lebensabschnitts zur Verwirklichung des Mensch- und Christseins. Er freute sich, dass sich die Gottesdienste in der Hauskapelle steigender Beliebtheit erfreuten. «Einer richte den Anderen auf», zitierte Cleve aus dem Paulus-Brief an die Thessaloniker. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinne sei dazu eine Seniorenwohnanlage da. (se)

Dieser Blick in die Dementenstation zeigt den Aufenthaltsbereich mit dem großen Oberlicht und Polstermöbeln. Fotos: Ralf Lienert

Heimleiter Peter Ottlinger, Bürgermeisterin Sibylle Knott, BRK-Präsidentin Christa Prinzessin von Thurn und Taxis sowie Sozialserviceleiter Bernhard Hentschel (von links) freuen sich über die gelungene Sanierung.

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