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Seit Jahren Angebote für Bedürftige in der ältesten Kleiderkammer der Stadt

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Die Kleiderkammer der Frauen-Union gehört zu den ältesten Kleiderkammern in Kempten. Seit 1979 gibt es sie in der Illerstadt. Von Anfang an dabei ist Evelyn Postelt. Sie ist die «gute Seele» des Projektes. Anfangs hat sie die Initiative als Mitarbeiterin des Ausgleichsamtes Kempten begleitet, später als Rentnerin über den Bund der Vertriebenen (BDV) und inzwischen auch als Mitglied der Frauen-Union. «In über 30 Jahren haben wir immer versucht, das Beste daraus zu machen», erzählt Evelyn Postelt.

Die rüstige Rentnerin hat die Zuwanderung der verschiedenen Nationen miterlebt: «Heute ist es ja nur mehr eine Kleiderkammer, aber früher wurden auch Möbel über diese Stelle weitergegeben.» Kommen dürfen übrigens alle Bedürftigen. Pro Person wird als symbolischer Gegenwert ein Euro gezahlt - egal, ob wie viele Teile mitgenommen werden.

Erster Standort der Kleiderkammer war 1979 der Dachboden des damaligen Aussiedlerheimes an der Duracher Straße 19. Ein benachbartes Haus der Moschee an der Füssener Straße, die Prinz-Franz-Kaserne waren weitere Stationen. Seit April 2005 sind es nun die Räume an der Reinhartser Straße 10 auf dem Bühl. Einmal im Monat sind dort die Türen geöffnet für jene, die gut erhaltene Kleidung, Schuhe, Geschirr, Haushaltskleinwaren und mehr abgeben wollen. Allen Bedürftigen steht die Kleiderkammer offen, so Evelyn Postelt. Heute noch kämen an Ausgabetagen zwischen 30 und 40 Frauen und Männer.

Bei Evelyn Postelt laufen die Fäden zusammen. Ihre Helferinnen und Helfer um sie herum sind nicht nur an zwei Tagen im Monat aktiv. Sie fahren beispielsweise zu den Haushalten und holen Material ab. Zudem gibt es Helfer, die pro Quartal die aussortierte Kleidung für den Reißwolf beziehungsweise für den Weitertransport nach Moldawien oder der Ukraine abholen.

Zum Helferteam gehört auch Anna Okatenko, gebürtig in Kasachstan. Sie spricht gut Deutsch und kann oft beim Übersetzen helfen. Seit dem Umzug in die Reinhartser Straßer ist sie dabei. Dort hat die Stadt der Kleiderkammer günstig zwei Wohnungen mit 120 Quadratmetern überlassen. Ohne diese Hilfe, so Frauen-Unions-Vorsitzende Gabriele Gruber, könne man die Kleiderkammer nicht halten.

Geöffnet ist die Kleiderkammer in der Reinhartser Straße 10 jeden ersten Mittwoch im Monat zwischen 14 und 17 Uhr. Interessenten sollten sich an Evelyn Postelt, Telefon (0831)85868, in Verbindung setzen.

 

 

 

 

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