Versorgung
Seit 50 Jahren fließt durch die Bergstätt Wasser im eigenen Netz

Der alte Rechenschieber. Immer wenn Franz Olbrich seinen «Computer» von damals in die Hand nimmt, denkt der 86-jährige Handwerksmeister an die Anfänge der soliden Wasserversorgung in der Bergstätt.

Am 1. August vor 50 Jahren stellte der Zweckverband zur Wasserversorgung der Bergstätt-Illergruppe mit seiner Gründung die Weichen für den Bau eines Leitungsnetzes, das keimfreies Wasser in den Haushalten garantieren sollte.

Bis zur Gebietsreform 1972 lenkte der Zweckverband die Ströme in den Leitungen von den Gemeinden Stein, Eckarts, Akams, Bühl für den Ortsteil Zaumberg, Diepolz und Niedersonthofen - kurz, in der Bergstätt.

<< 8,54 Millionen Mark hat das Leitungsnetz gekostet >>, sagt Olbrich, der mit seinem Rechenschieber in den Sitzungen des Zweckverbands saß. << Das war sehr viel Geld, 1961. >>

Dabei rechnete der << Wassermeister >> Olbrich nicht nur Markbeträge, sondern auch Höhen- und Druckunterschiede, die ihn ins Schwitzen brachten.

Er erinnert sich: << Von Stein bis Thanners war die Tiefzone - 706 Meter über Normalnull. In Diepolz lag mit der Kapfquelle der höchste Punkt auf 1066 Metern. Bis über 13 Bar Druck sind so entstanden. >> Die über 60 Kilometer Asbestzementrohre sind heute noch im Untergrund und leiten das kühle Nass über weitere 30 Kilometer Anschlussrohre aus Stahl und Kunststoff zu den Haushalten.

Vor kurzem wurde eine Verbindungsleitung vom städtischen Wassernetz in Immenstadt im Kästobel in der Kemptener Straße gelegt, die in die Wasserleitung des Zweckverbandes und somit in die Bergstätt führt.

Das war laut Olbrich 1963 schon geplant. Mit der Reform kam 1972 auch das Ende der eigenständigen Wasserversorgung in der Bergstätt. Die Stadtwerke Immenstadt hatten fortan die Aufsicht über das Leitungsnetz. Im Jahr 2000 wurde der Zweckverband aufgelöst. << Von dem keimfreien Wasser in dem soliden Leitungsnetz profitieren die Bergstätter bis heute >>, sagt Olbrich und ist stolz auf das Geleistete.

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