Wochenmarkt
Seit 14 Jahren traditionelles Holzofenbrot in Kaufbeuren

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Seit Jahrhunderten gibt es bereits den Kaufbeurer Wochenmarkt. Der Markt ist ausgesprochen beliebt. Die Menschen aus Kaufbeuren und Umgebung kommen gern und kaufen Waren aus der Region. Wie zum Beispiel das Holzofenbrot von Bäcker Thomas Schütz. Wenn die Bäckerei Schütz aus Erkheim (Unterallgäu) am Donnerstagmorgen ihren Stand beim Kaufbeurer Wochenmarkt aufbaut, duftet es schon lecker nach frischem Brot. Dann kommen bald auch die ersten Kunden und fragen nach dem Holzofenbrot.

Thomas Schütz, Leiter der Bäckerei seit 1989, öffnet gemeinsam mit seiner Frau Sabine seit 14 Jahren jeden Donnerstag die Klappe seines Standes in der Altstadt.

<< Bei uns in der Familie war jeder Bäcker >>, erklärt Schütz. Damit meint er, dass sowohl sein Großvater und seine Großmutter als auch seine Eltern leidenschaftliche Bäcker waren. Das Geschäft in Erkheim gibt es seit 1929. Und während alles mit zwei Mitarbeitern begann, hat Schütz mittlerweile vier Filialen - zwei in Memmingen und zwei in Erkheim - mit 35 Mitarbeitern.

Als er 1996 seine Backstube in Erkheim baute, kam auch die Idee mit dem Holzofenbrot. << Ich wollte etwas Traditionelles herstellen >>, sagt Schütz. Mit den alten Rezepten seines Großvaters und einem neuen Holzofen konnte er dann mit der Produktion des Urhalmer Holzofenbrotes beginnen.

Bauern holten Sauerteig

<< Das Wort ,Urhalm bezieht sich auf meinen Opa >>, erklärt der Bäcker. << Früher buken die Bauern selbst ihr Brot, dazu brauchten sie Sauerteig, den sie bei meinem Opa abholten. Dieser wurde damals Urhalm genannt. >>

Aus genau diesem hauseigenen Natursauerteig besteht auch heute noch das Holzofenbrot von Thomas Schütz. Diesen muss man einige Tage vorher bestellen, da er eine gewisse Lagerzeit braucht, bis er fertig zum Backen ist. << Wir benötigen also kein Backmittel, aber Zeit für den Zwei-Kilo-Laib >>, so Schütz.

Das Brot ist deshalb so groß, da es so seinen vollen Geschmack entfaltet, erläutert der Bäckermeister. Genau für diesen ist << der Schützenbäck >> auf dem Kaufbeurer Wochenmarkt längst bekannt. << Meine Kunden sind zunehmend Stammkunden. Sie schätzen das gute Aroma des knusprigen Naturbrotes und die hohe Qualität. >>

Wenn Interessierte an seinen Stand kommen, die das Holzofenbrot nicht kennen, geben Schütz oder seine Frau, die meistens in Kaufbeuren hinter der Theke steht, etwas zum Probieren mit. Die jungen Kunden, meint Schütz, wollen oft ein Körnerbrot.

Deshalb bietet er neben dem einfachen Holzofenbrot auch verschiedene Variationen, wie das Körner- oder Kräuterbrot, an. << Die Kaufbeurer sind einfach richtig freundlich >>, erzählt Schütz weiter. << Man unterhält sich gerne - auch mal nicht nur über Brot. >>

Der Wagen der Ministerin

Sein kuriosestes Ereignis bei einem Wochenmarkt hat er vor Jahren in Kaufbeuren erlebt: << Wir waren gerade dabei abzubauen, als der Wagen der Ministerin Hohlmeier zum Rathaus vorfuhr >>, erzählt Schütz schmunzelnd. << Eine Windböe wehte unseren Sonnenschirm fort, der dann genau auf ihr Auto fiel.

>> Das werde er nie vergessen. Denn an der Stelle, wo der Wagen stand, darf beim Wochenmarkt gar nicht geparkt werden.

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