Pfronten
Sein Augenmerk gilt jedem einzelnen Schüler

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Nimmt man die Feier als Gradmesser, dann ist es ein äußerst beliebter Lehrer und Schulleiter, der gestern in der Pfrontener Turnhalle verabschiedet wurde. Mit Gesangs- und Tanzdarbietungen zwischen den offiziellen Ansprachen bekundeten Schüler und Lehrer Siegfried Böhnlein ihren Dank und ihre guten Wünsche für seinen neuen Lebensabschnitt. Der Leiter der Hauptschule Pfronten wechselt nach 15 Jahren in dieser Funktion in den Vorruhestand. Welche Hochachtung Böhnlein genießt, zeigten nicht nur die Ansprachen, in denen unter anderem der Elternbeiratsvorsitzende Harry Härtel Böhnleins Bemühen um jeden einzelnen Schüler würdigte. Bei seinem Abschied erwiesen ihm auch ehemalige Schüler ihre Referenz. Das Schulamt war bei den Ehrengästen gleich dreifach vertreten: mit Leiterin Eva Severa-Saile, ihrem Vorgänger Karl Happ und Schulrat Eduard Gapp.

Böhnlein, dem die Huldigungen «fast schon zu viel» waren, nutzte die Gelegenheit, eine Lanze für die Hauptschule zu brechen und den «unglaublichen Bürokratismus zu beklagen», mit den ein Schulleiter heute kämpfe. Ebenso den Aktionismus bei häufigen, oft praxisfernen Schulreformen.

Für Schulamtsleiterin Severa-Saile war die größte Überraschung bei der Vorbereitung ihrer Abschiedsrede, dass Böhnlein gar kein gebürtiger Allgäuer ist, sondern aus dem fränkischen Fürth stammt. «Gut, dass Dein Vater nach Füssen versetzt wurde», meinte sie. Dort trat Böhnlein 1972 an der Grundschule den Vorbereitungsdienst an, ehe er ein Jahr später an die Hauptschule Pfronten wechselte. 1993 zum Konrektor der Füssener Hauptschule ernannt übernahm er ein Jahr später die Leitung der Pfrontener Hauptschule.

Zum Start war er gleich an zwei Schulen für die Vorbereitung des neuen Schuljahrs verantwortlich, berichtete Böhnlein. In Pfronten fiel seine Sekretärin wegen Krankheit aus, starb sein Konrektor «und dann wurde auch noch mein Förderlehrer zum ersten Bürgermeister gewählt», so Böhnlein. Aber auch in dieser Funktion habe Beppo Zeislmeier viel für die Schule getan. Zeislmeier würdigte als Vorsitzender des Schulverbands Böhnleins pädagogische, aber auch Managementfähigkeiten, mit denen er die Hauptschule Pfronten zur Vorzeigeschule für die Region gemacht habe. Als weiterer Weggefährte meldete sich Rektor Wolfgang Türk, der 1972 gemeinsam mit Böhnlein den Diensteid abgelegt hatte. Auf dessen Empfehlung habe er die benachbarte Grundschule übernommen.

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