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Kempten
Schwitzen oder frieren

Wetterfühlige Menschen sind keineswegs überempfindlich: Sehr viele Menschen leiden unter dieser Erscheinung. Je extremer der Wetterwechsel, desto belastender ist er tatsächlich für den Körper.

'Der Organismus muss sich wechselnden Temperaturen und Luftdruckschwankungen ständig anpassen - das kann Schwerstarbeit für ihn bedeuten', so Susanne Boms, Ernährungsfachkraft von der AOK Direktion Kempten-Oberallgäu. Ist der Wechsel sehr ausgeprägt, kann das Beschwerden von Kreislauf-Problemen über Kopfschmerzen bis hin zu Mattigkeit und schlechter Stimmung auslösen. Besonders belastend ist das oft für Patienten, die bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben oder an Diabetes, Rheuma oder Asthma erkrankt sind.

Wer empfindlich reagiert, kann sich an solchen Tagen mit einigen Tricks helfen: Dazu gehört es, viel zu trinken – mindestens 1,5 Liter am Tag. Am besten eignen sich Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorle. Auf fettes und blähendes Essen sollte man zu diesen Zeiten verzichten, weil es den Organismus zu sehr beschäftigt.

Stattdessen sollten leichte Gerichte wie Salat auf dem Speiseplan stehen. Sinnvoll ist es auch, langsam und mit kleinen Übungseinheiten aufzustehen. Zum Beispiel kann es helfen erst einmal ein paar Runden im Liegen Rad zufahren, bevor man aus dem Bett steigt. Gerade für Wetterfühlige ist es wichtig, den Körper mit einem Alltagsprogramm auf Ausnahmesituationen vorzubereiten. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung und auf ausreichendes Trinken und Bewegung an der frischen Luft zu achten. Schon tägliches Spazierengehen bei jedem Wetter hilft dabei.

Dauerhaft stabilisieren Ausdauersportarten wie Walken, Radfahren oder Schwimmen das Herz-Kreislauf-System. Auch tägliche Wechselduschen und Saunabesuche sind ein gutes Training für die Gefäße, wobei Saunabesuche mit dem Arzt abgesprochen werden sollten. Schließlich macht auch genug Entspannung widerstandsfähiger. 'Entspannungstechniken wie Yoga oder Progressive Muskelentspannung helfen nicht nur gegen Wetterwechsel-Stress', so die Ernährungsfachkraft.

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