Schwangau
Schwangau ist ohne Garde

In Schwangau gibt es keine Prinzengarde mehr. Die Truppe habe sich aus persönlichen Gründen aufgelöst, bestätigt Thomas Heiserer gegenüber unserer Zeitung. Einige hätten geheiratet oder seien beruflich nicht mehr in der Lage, ausreichend Zeit in Training und Auftritte zu investieren, so der Präsident des Faschingsvereins.

«Für mich war es eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens», bedauert Garde-Trainerin Lisa Jüttner das Aus. Drei Jahre lang hatten sie und die anderen Mädels sehr viel Zeit miteinander verbracht. «2009 haben wir fast das ganze Jahr durchtrainiert», erinnert sich die 25-Jährige. Aber das sei zeitlich irgendwann einfach nicht mehr drin gewesen. «Ab Weihnachten muss man dann ohnehin mehrmals die Woche trainieren», berichtet sie über das Pensum für die einzustudierenden Garde- und Showtänze. Vor diesem Hintergrund hätten sich die zehn Mädels zusammengesetzt und gemeinsam beschlossen, kommende Saison nicht mehr aufzutreten.

Zwar sei es unglücklich gewesen, dass alle auf einmal aufgehört haben, betont auch Hansjörg Lederer vom Faschingsverein. «Unsere Jugendgarde trainiert aber fleißig und tritt in die Fußstapfen der Prinzengarde.» Die Mädchen im Alter zwischen zehn und 15 Jahren sollen diese Saison die Prinzengarde bei Auftritten vertreten und Prinz Hans-Jörg II. sowie Prinzessin Stefanie I. begleiten. Ob es kommende Saison zu einer Wiederbelebung der Prinzengarde mit anderer Besetzung kommt, lässt Lederer offen. «Es wird aber einige Zeit brauchen, bis wir wieder eine Prinzengarde haben. Wir müssen jetzt eine neue aufbauen.»

Beim Gunglhos - die Premiere ist bereits am Samstag, 23. Januar - könne man sich einen Gastauftritt einer anderen Garde vorstellen, so Lederer. «Der Gunglhos besticht allein schon durch seine Sketche, auch wenn der Gardeauftritt immer das Sahnehäubchen war», findet auch Präsident Heiserer und verspricht auch heuer spannende Abende: «Mit dabei sind auf alle Fälle Prinzenpaar, Jugendgarde, Flummis, Gunglhos und Maulaufreißer.» Und auch Prinzessin Stefanie I. (bürgerlich Adam) will sich die Faschingslaune nicht verderben lassen. «Ich finde die Auflösung zwar schade. Aber da es die Jugendgarde gibt, ist es nicht ganz so schlimm.» Heiserer setzt jetzt erst einmal auf Nachwuchsförderung und hofft, dass sich bald wieder eine neue Garde formiert. «Wir würden uns sehr freuen, wenn sich Interessentinnen beim Elferrat melden», sagt der Präsident.

Mitmachen können dabei auch Nicht-Schwangauerinnen, betont er.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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