Allgäu
Schwandke zeigt der Konkurrenz, wo der Hammer hängt

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Klein, aber fein war die Allgäuer Leichtathletik-Fraktion bei der deutschen Jugendmeisterschaft in Rheda. Ganze sieben Sportler gingen in Nordrhein-Westfalen an den Start, aber die Erfolgsbilanz kann sich mit zwei Titeln und zwei dritten Plätzen mehr als sehen lassen. Die AZ hat sich mit den erfolgreichsten Startern aus dem Verbreitungsgebiet nach dem Wettkampf unterhalten.

Tristan Schwandke Der 17-Jährige vom TV Hindelang landete in Rheda den großen Wurf. Mit 70,52 Metern holte er sich mit beinahe einem Meter Vorsprung im Hammerwerfen der Jugend B (Jahrgang 1992/93) den Sieg. Dabei hatte er vor und während des Wettkampfs mit einigen Problemen zu kämpfen. «Beim Einwerfen hat ein Konkurrent eine Stange am Schutznetz getroffen. Das musste dann repariert werden, wodurch wir erst mit eineinhalb Stunden Verspätung begonnen haben», berichtet Schwandke. Dadurch musste er sich immer wieder von Neuem konzentrieren, was ihm aber augenscheinlich gut gelang. Gleich mit seinem ersten Wurf über 68 Meter ging er in Führung. Diese gab er dann bis zum Schluss nicht mehr ab. «Das war ein taktischer Wettkampf mit lockeren Würfen. Genau das hatte ich im Vorfeld mit meinem Heimtrainer Josef Zillibiller trainiert», sagt Schwandke.

Der deutsche Meistertitel war der krönende Schlusspunkt für den Schüler am Gymnasium Sonthofen auf eine erfolgreiche Saison. Bayerischer Meister, Sieger im Deutschland-Cup und nun der Erfolg in Rheda. National war in diesem Jahr keiner besser als Schwandke. Nur über sein Abschneiden bei der Jugend-WM in Brixen/Südtirol ist er nicht besonders erfreut. Dort war er - wie berichtet - als 14. bereits im Vorkampf ausgeschieden. «Beim Einwerfen bin ich auf 72,5 Meter gekommen. Damit hätte ich eine Medaillenchance gehabt», glaubt Schwandke. Jetzt ist für ihn die Saison beendet. Ab kommender Woche wird er eine vierwöchige Pause einlegen. Dabei geht es dann mit den Eltern nach Südtirol zum Wandern, Klettern und Joggen.

Katharina Heinle «Das Rennen lief super für mich», sagt die 18-Jährige vom TV Memmingen zu ihrem dritten Platz über 800 Meter der Jugend A (Jahrgang 1990/91). Dabei ging sie mit eher gemischten Gefühlen in den Endlauf. Nach den Zeiten, die die Finalistinnen heuer gelaufen waren, lag sie nur auf Platz vier. Im Rennen war sie aber stark genug für Platz drei, womit sie ihren Vorjahreserfolg wiederholte. «Die Saison lief anfangs nicht optimal für mich, aber zum Höhepunkt hin bin ich noch mal gut in Fahrt gekommen», resümiert Heinle. Jetzt will sie ein wenig vom Sport abschalten und Leichtathletik nur via TV von der Heim-WM in Berlin verfolgen.

Weitere Allgäuer Starter Martina Riedl vom SC Vöhringen holte sich bei der Jugend B den Titel über 200 Meter und wurde zudem Dritte über die 100 Meter. Ihre Schwester Julia schied über 100 Meter im Zwischenlauf aus und wurde Siebte über 200 Meter. Katharina Endraß (TV Hindelang) belegte im Hammerwerfen (Jugend B) Platz 14. Andreas Brehm vom TV Kempten 1856 konnte sich über 800 Meter nicht für den Endlauf (Jugend A) qualifizieren. Natalie Wörner (DJK Memmingen) belegte Platz vier im B-Finale der Jugend B.

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