Hochwassergefahr
Schutz vorm Winkelbach kostet nur noch ein Drittel der Ursprungs-Summe

1,3 Millionen Euro waren mal angesetzt, um den Winkelbach und zugleich den einmündenden Hornbach zu bändigen, falls sich die beiden Bergbäche nach heftigem Schlagregen in den Immenstädter Stadtteil Bühl ergießen und dort Straßen überschwemmen sowie Häuser beschädigen sollten. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats war nur noch von 480000 Euro als Kosten die Rede. Der Stadtrat billigte daher freudig das damit verbundene geänderte Konzept einstimmig.

Das Wasserwirtschaftsamt Kempten hat in Zusammenarbeit mit dem Rathaus ein anderes Modell für den Hochwasserschutz erarbeitet, das eben nur noch ein Drittel des früher angenommenen Aufwands erfordert. Es muss nicht mehr die enge Bachverrohrung des Winkelbachs in der Wohnsiedlung neu installiert werden. Sondern eine Notfall-Ableitung des Wildbaches, eine sogenannte Flutmulde, weit vor dem bewohnten Gebiet, soll verhindern, dass bei einer extremen Wettersituation zu viel Wasser in das enge Röhrensystem hineinschießt und sich zurückstaut. Trotz der Flutmulde müssen allerdings noch einige kleinere Schutzmaßnahmen ergriffen werden. So gilt es, einen Geschiebefänger dort zu setzen, wo der Winkelbach den Tobel am Immenstädter Horn verlässt.

Die Landwirte und Grundstücksbesitzer entlang des etwa zwei Meter breiten und einen halben Meter tiefen Entlastungsgrabens sind mit dem Vorhaben einverstanden, wie in der Sitzung Ratsmitglied Florian Hierl (Aktive) unterstrich.

Freistaat übernimmt den Batzen

Auch wenn es sich bei dem in die Konstanzer Aach einmündenden Winkelbach um ein nachrangiges Gewässer handelt, wird die Stadt bei diesem Hochwasserschutz nicht alleingelassen. 336000 Euro übernimmt der Freistaat Bayern. Bürgermeister Armin Schaupp, früher führender Mitarbeiter beim Wasserwirtschaftsamt und Wasserbau-Fachmann, klopfte sich selbst ein wenig auf die Schulter. «Wir haben die Kosten enorm reduziert», hob er die Leistung seiner Rathaus-Mannschaft im Miteinander mit der Kemptener Behörde hervor.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Armin Ländle mahnte im Sinne der Anwohner, nun zügig ans Werk zu gehen.

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