Fuchstal / Rott
Schulverband Fuchstal: Kooperation mit Rott

Einstimmig beschlossen haben die neun Räte der Fuchstaler Schulverbandsversammlung, ab September 2010 mit der Volksschule Rott einen Verbund im Hauptschulbereich einzugehen. Die vom Kultusministerium angeregte Maßnahme, mit der beide Schulen sich künftig mit dem Prädikat «Mittelschule» schmücken können, bringe jedoch keine Qualitätsverbesserung, machten die Bürgermeister von Denklingen, Fuchstal und Unterdießen deutlich. Sie diene hingegen der Einsparung von Klassen und bringe somit Nachteile für Schüler und Lehrer.

Konkret bedeutet dies für die beiden Verbandsschulen, dass im kommenden Schuljahr nach der in der Sitzung vorgelegten Planung 425 Hauptschüler voraussichtlich in nur noch 20 Klassen unterrichtet werden. Heuer waren es 463 Kinder in 24 Klassen. Schulverbandsvorsitzender und Fuchstaler Bürgermeister Erwin Karg übte nicht nur Kritik an der Sparpolitik, deren Umsetzung man den Gemeinden auferlege, sondern sprach bei den Mittelschulen lediglich von einer Übergangslösung für fünf oder sechs Jahre. Er verglich die Situation der Gemeinden und Hauptschulen mit «Mensch-ärgere-dich-nicht»-Spielern, wo jeder darauf schaue, im Spiel zu bleiben und nicht herausgeworfen zu werden. Nicht weniger scharf kritisierte Unterdießens Bürgermeister Dietmar Loose die Entwicklung. Er sei erschüttert von dieser «Reform», die auf Kosten der Kinder und Lehrer gehe.

Es stehe im deutlichen Widerspruch zu den Versprechungen des Kultusministeriums, die Qualität im Bildungsbereich zu verbessern, wenn man nun die Hauptschulklassen vergrößere. Er sehe darin auch ein krampfhaftes Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem, das sich überlebt habe.

Zudem werde der Schülertourismus angekurbelt. Denklingens Bürgermeisterin Viktoria Horber schloss sich ihren Amtskollegen an. Sie bedauere, dass man vor vollendete Tatsachen gestellt wurde und dass einem nichts anderes übrig bleibe, als diese Entwicklung nun mitzutragen. Einzelheiten der Kooperation erläuterte schließlich Fuchstals Konrektorin Eva-Maria Klein.

Man werde den Stundenplan für beide Schulen gemeinsam erstellen, um schülerfreundliche Lösungen zu erzielen. Auch werde man sich darum bemühen, dass so wenige Schüler wie möglich in eine neue Schule fahren müssen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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