Füssen / Schwangau
Schulterschluss ist der Schlüssel

Stephan Stracke ist bass erstaunt: «In dieser Intensität habe ich das noch nie erlebt», sagt der Ostallgäuer Bundestagsabgeordnete zum Stau vor und in Füssen. Mit erheblicher Verspätung erscheint der CSU-Politiker aus Kaufbeuren zum Redaktionsgespräch unserer Zeitung. Dafür weiß er nun um die Notwendigkeit des Baus einer Umgehungsstraße von Füssen nach Schwangau. Stracke betont allerdings: Beide Orte müssten bei diesem Vorhaben «den Schulterschluss suchen» - andernfalls werde eine Realisierung sehr schwierig.

Seit Jahrzehnten umstritten

Seit Jahrzehnten wird über den Bau einer Umfahrung von Füssen nach Schwangau nachgedacht - realisiert wurde bislang nur die Nordumfahrung (siehe Infokasten). Die weitere Fortführung liegt auf Eis, da jeder geplante Trassenverlauf zwischen den beiden Nachbarorten umstritten ist. Die Füssener wünschen sich eine ortsnahe Umfahrung, was die Schwangauer aber mit Blick auf eine fehlende Verkehrsentlastung für ihren Ort ablehnen.

Damit die Umgehungsstraße überhaupt realisiert werden kann, muss sie im Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf aufgenommen werden.

Die Neuaufstellung des Plans wird aber wohl «erst 2015 erfolgen», hat Stracke erfahren, der als stellvertretendes Mitglied dem Bundestagsausschuss für Verkehr angehört: «Entscheidend wird sein, ob Bayern das Vorhaben für die höchste Dringlichkeitsstufe anmeldet.»

Hierfür gibt es zwar positive Aussagen, doch letztendlich könne so ein Projekt nur dann erfolgreich gestemmt werden, wenn es eine «ganz breite und geschlossene Unterstützung aus der Region erfährt», sagt Stracke. Füssen und Schwangau müssten die «kommunalen Voraussetzungen schaffen». Denn wichtig für die Bewertung und Einstufung eines solchen Vorhabens sei auch die Antwort auf die Frage: «Wie schnell ist es umsetzbar?»

Doch wie soll man die beiden Nachbarorte bei diesem Uralt-Streitthema dazu bringen, sich auf einen gemeinsamen Nenner zu verständigen? Hier sieht Stracke auch das Landratsamt gefordert, sich als Moderator einzubringen. (hs)

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