Schulprojekt schafft Kontakt in vier Länder

Kaufbeuren | mab | Völkerverständigung ist im Zeitalter einer immer enger zusammenrückenden Welt wichtig. Darum unterstützt die EU-Kommission den Austausch zwischen Schulen in Europa mit viel Geld. Aktuell hat das Jakob-Brucker-Gymnasium den Antrag gestellt, mit vier weiteren Schulen an einem dieser sogenannten Comenius-Projekte teilzunehmen.

Zwei dieser vier Schulen sind 'alte Bekannte': zum einen das Gymnasium im tschechischen Gablonz an der Neiße, mit der seit 1993 eine Schulpartnerschaft besteht - und des Weiteren die Oberschule im italienischen Vicenza (der Kontakt mit dieser Einrichtung reicht sogar schon 20 Jahre zurück). Neu ist die Verbindung zu einer Schule im schwedischen Värnamo (zwischen Malmö und Göteborg gelegen). Der Kontakt kam über die Projektkoordinatorin am Brucker-Gymnasium, Katrin Ben Habib, zustande, die die schwedische Lehrerin Anna Thorzen kennt. Schuldirektor Werner Altmann wiederum hatte den Kontakt zur vierten Schule, der Deutschen Schule Madrid, hergestellt.

60 000 Euro Zuschuss

Sollte die EU das auf zwei Jahre angelegte Projekt genehmigen, erhalten die Schulen einen Zuschuss von insgesamt 60 000 Euro für den Austausch. Ein Teil des Geldes geht dann für Reisekosten der Schüler und Lehrer drauf, ein anderer Teil für das Projekt an sich. Geplant ist unter anderem ein Theaterstück, das bei Workshops entwickelt wird. Jedes Land wird einmal Gastgeber eines Workshops sein. Zum Abschluss gibt es ein Theaterfestival, wobei noch nicht feststeht, in welchem Land es stattfindet. Des Weiteren wird eine Internetseite über die Grenzen hinweg erstellt, auf der auch Kurzfilme über Aktivitäten zu sehen sein sollen.

Die deutsche Sprache spielt in den anderen Ländern offenbar noch eine gewisse Rolle. So ist sie in Schweden nach wie vor als zweite Fremdsprache gängig, so Anna Thorzen. In Tschechien war Deutsch sogar teils erste Fremdsprache, wurde aber nun vom Englischen von dieser Position verdrängt, so Lehrerin Hana Behulova aus Gablonz. In Spanien wiederum rangiert Deutsch nach Englisch und Französisch erst an dritter Stelle.

Die Gäste aus den Partnerschulen waren in den vergangenen Tagen zu Gast, ein guter Kontakt sei entstanden. Richtig los gehen soll es voraussichtlich im September 2008 bei einem nächsten Treffen im südschwedischen Värnamo.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ