Füssen
Schulobst - die Idee schmeckt den Rektoren

«Eine Kiwi auf dem Teller - das ist etwas ganz Besonderes. Das kennen viele Schüler nicht», sagt die Füssener Grundschulleiterin Sylvia Kiesel. Kostenloses Obst für Schüler - der Bundesrat hat sich vor kurzem für ein solches Programm ausgesprochen (wir berichteten) - ist für sie eine «prima Idee». Das Interesse an Obst sei bei ihren Schülern groß. Das hätte eine «gesunde Woche» im Zuge des Projekts «voll in Form» im vergangenen Jahr gezeigt. Auch bei anderen Schulleitern kommt die Idee gut an.

«Das Programm ist eine super Sache», findet Robert Hackenberg, der Rektor der Hauptschule Pfronten. «Wir sind hierbei sehr aufgeschlossen», sagt auch Peter Däxle, der Leiter des Gymnasiums Hohenschwangau. Doch vor einer Umsetzung hat er Fragen: «Wie wird das Obst verteilt? Ist es frisch? Oder wird es für die ganze Woche verteilt?» Die Logistik sei das Problem und nicht das Interesse der Schüler.

Im Internat Hohenschwangau gibt es zum Mittag auch mal «Birnen-Apfel-Dessert - das nehmen die Schüler gerne». Gute Resonanz zeigte sich bereits vor ein paar Jahren beim Obstverkauf des Hausmeisters. Leider wurde der Andrang weniger, «weil die Eltern ihren Kindern selber Obst mitgegeben haben - so ist es billiger. Es wäre gut, es kostenlos zu machen», so Däxle.

Auch eine Aufgabe der Schule

Auch die Schüler von Leiterin Irmgard Schormüller des Sonderpädagogischen Förderzentrums Füssen «essen gerne Obst». Sie freut sich, dass «ein Bewusstsein dafür nun an höchster Stelle steht». Gesunde Ernährung sei eine Erziehungsfrage, aber «auch die Schule hat die Aufgabe, Obst anzubieten». In den Fächern Hauswirtschaft sowie in Heimat- und Sachkunde ist gesunde Ernährung in ihrer Schule ein Thema. «Gemüsesuppe» und «Salat» wird dort gemeinsam zubereitet. Schormüller kann mit Sicherheit sagen: «Die Schüler werden das Obst gerne annehmen.» Bei einer Aktion des Elternbeirats «die grüne Pause», in der es kostenlos Obst und Gemüse gab, «haben sich die Schüler gerne bedient». Bananen, Äpfel, Salat stehen in der Ganztagsschule auf dem Mittagstisch. Denn «im Alltag muss es passieren, es darf keine einmalige Sache sein». Davon ist sie überzeugt.

Damit das Programm Erfolg haben kann, «muss es aber kostenlos sein», so der 2. Konrektor Armin Eder der Realschule Füssen. Das ist für ihn wichtig. Die wachsende Zahl der Schüler, die sich keinen Apfel leisten können, sei groß. Genauso stellt sich die Frage: Woher kommt das Obst? «Regionale Angebote wären gut», findet Eder.

Er macht einen weiteren Vorschlag: Im Zuge der Wahl wäre es schön gewesen, wenn die Bauern ihre Milch nicht verschüttet, sondern mit Bechern an den Schulen verteilt hätten - vielleicht sogar mit Hilfe des Landrates. «Das wäre sinnvoll gewesen.»

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