Schulen sollen saniert werden

Lindau/Westallgäu | ee | Jahrelang haben die Kreisräte den Unterhalt von Gebäuden vor sich hergeschoben. Jetzt wird bis auf wenige Ausnahmen alles, was die Verwaltung für notwendig hält, in Angriff genommen. So sollen beispielsweise Schulen saniert werden. Gut eine Million Euro will der Kreis in diesem Jahr für Gebäudeunterhalt ausgeben, dazu kommen 1,9 Millionen Euro für Investitionen.

Zwei Punkte sind Landrat Dr. Eduard Leifert besonders wichtig: Energiesparmaßnahmen wie etwa Wärmedämmung vor dem Hintergrund der Klimadebatte und gute Unterrichtsbedingungen für Schüler und Lehrer. Da der Landkreis 'Hausherr' von acht Schulen ist, fließt naturgemäß dort am meisten Geld hin. Nicht nur in den vergangenen Jahren versäumte Sanierungen kosten Geld, zum Beispiel desolate Fenster, sondern auch der Unterhalt für technische Anlagen, Heizungen, Brandschutz sowie Schönheitsreparaturen. Wichtig sind der Verwaltung zudem eine gesicherte Statik diverser Schuldächer, etwa beim Umgang vor dem Valentin-Heider-Gymnasium, und das Umrüsten auf eine gute Beleuchtung.

Turnhalle herausgenommen

Herausgenommen aus dem Haushaltsentwurf 2008 haben die Kreisräte größere Brocken, wie die teilweise undichten Oberlichter des Berufsschulflachdachs oder die Turnhalle der Lindenberger Realschule: Anstatt hier alljährlich fünfstellige Summen in ein Fass ohne Boden zu stecken, hält es der Haushaltsausschuss für sinnvoller, Gesamtkonzepte für eine Generalsanierung erstellen zu lassen.

Das trifft auch auf die Heizsituation im Schulzentrum an der Reutiner Straße zu. Wasser wird von der betagten Heizung in der Berufsschule - ein Kessel dort ist bereits undicht - kaum noch erwärmt: Die Leitung zur Turnhalle ist durchgerostet, so dass man sich dort in den Duschen mit Durchlauferhitzern behilft. Und auch das Schülerheim - die Rohre dorthin sind nach Aussage von Fachmann Hans Eder 'notdürftig geflickt' - wird von der Berufsschulheizung abgekoppelt. Die beiden Kessel sollen nun dringend ausgetauscht werden.

Dabei drängt der stellvertretende CSU-Sprecher Anton Wolf darauf, sie durch eine Holzhackschnitzelheizung zu ersetzen: Der Abfallzweckverband soll bis zum Sommer ein Gutachten erstellen, hat der Ausschuss auf Antrag der CSU beschlossen.

Viel Geld will der Kreis in den nächsten Jahren auch investieren, um Energie und Kohlendioxid einzusparen: Eine Million Euro (und damit 300 000 Euro weniger als von der Verwaltung veranschlagt) wollen die Kreisräte in diesem Jahr allein für Fassadendämmung und neue Isolierfenster ausgeben. Dabei haben sich die Fraktionen darauf geeinigt, nicht an mehreren Häusern gleichzeitig - in diesem Fall Bodensee-Gymnasium und Lindenberger Realschule - anzufangen, sondern Schule für Schule abzuarbeiten. Ob der Startschuss in Lindau oder im Westallgäu fällt, richtet sich danach, wo nach Bauabschluss am meisten gespart werden kann.

Zugang für Behinderte kommt

Im Etatentwurf stehen geblieben ist auch ein Ansatz von 54 000 Euro, um endlich Behinderten den Zugang zum Amtsgebäude am Stiftsplatz zu ermöglichen: Die Kreisräte sind sich weitgehend einig, dass ein Aufzug gebaut werden sollte - wo er stehen und wie er aussehen wird, das muss jedoch noch mit dem Innenministerium als Hausbesitzer, dem Gericht und vor allem dem Denkmalschutzamt abgesprochen werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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