Schule und Rock im Mittelpunkt

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Von Barbara Hell | Kempten Die Mitglieder der künftigen Punkrock-Band stehen schon fest: Noah spielt Schlagzeug, Leo lernt Klavier, Tom will auch dabei sein - und Felix natürlich. Dazu braucht er eine E-Gitarre, logisch. Ein Wunsch, der sich für den Siebenjährigen doch bitteschön im Neuen Jahr erfüllen sollte.

Ein Schuljahr lang begleitet die AZ die Familie Hail/Müller mit den Söhnen Niklas (elf Jahre alt) und Felix (sieben). Wie die Kemptener den Schulalltag erleben, wie sie das Zusammenwirken von Schule und Eltern empfinden, wie sie größere und kleinere Probleme bewältigen - darüber wollen wir berichten.

Mutter Sabine Hail schmunzelt, wenn ihre Söhne von ihren Hoffnungen für 2008 erzählen. Schließlich hat sie es wie viele Eltern schon erlebt, dass ihre Kinder ein Instrument lernen wollten und dann nach einiger Zeit das Interesse daran verloren. Eine Flöte allerdings, die Felix schon einmal 'ausmusterte', ist freilich auch nicht so cool wie eine E-Gitarre, die Bruder Niklas schon besitzt. Und er spielt auch bereits in einer Band. Klar, dass der Jüngere dem Großen nacheifert.

Lust auf Konzerte

Auch ihren Musikgeschmack haben sie gemeinsam. Ein Konzertbesuch bei den 'Toten Hosen', den 'Ärzten' oder den 'Killerpilzen' wäre ein Traum. Doch ob der schon im Neuen Jahr Wirklichkeit wird? Sabine Hail dämpft allzu große Hoffnungen: 'Was muss ein Elfjähriger schon in ein Rockkonzert. Das kannst du später noch oft genug.' Mehr Verständnis zeigt sie für einen anderen Wunsch von Niklas: Sein wunderbares teures Mountainbike wurde ihm vom Haus weg gestohlen. Ob 2008 einen Ersatz dafür bringt, zum zwölften Geburtstag vielleicht?

Natürlich hofft Niklas auch auf gute Noten im Zwischenzeugnis. Denn das erste Schuljahr auf dem Carl-von-Linde-Gymnasium macht ihm und seinen Eltern schon ein wenig zu schaffen: 'Die Umstellung ist doch groß von der Grundschule aufs Gymnasium, die Eingewöhnungsphase ist für uns alle anstrengend', berichten Sabine Hail und Vater Stefan Müller.

Die vielen Fächer, auf die sich Niklas jetzt vorbereiten muss, stellen an den Jungen andere Anforderungen als früher. 'Vor allem mehr Eigenverantwortlichkeit ist gefragt', findet Sabine Hail. So kommt es jetzt schon mal vor, dass Niklas abends nicht in einem Jugendbuch schmökern kann, sondern Latein-Vokabeln büffelt - eine Sprache, die ihm nicht gerade liegt. Dafür läuft’s in Mathe gut.

Keine Sorgen um die Noten macht sich Felix. In der zweiten Klasse hat er sich im Diktatschreiben stark verbessert und ist sich sicher: 'Das Zeugnis wird gut. Wann gibt es das eigentlich?' Im Februar, antwortet Sabine Hail. Das ist noch eine Weile hin, da hat Felix noch genügend Zeit. Nicht nur zum Lernen, sondern auch zum Üben mit der Gitarre.

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