Kaufbeuren
Schuld ist immer das Herrchen

Kürzlich sei eine Person in Oberbeuren von einem Hund angegriffen und gebissen worden. Der Hund habe das zum wiederholten Mal gemacht, berichtet eine AZ-Leserin. Zudem gebe es in dem Stadtteil ein Hundehalter, dessen Tiere «wild» seien. Sie habe Angst, dass dort auch etwas passiert. «Wann reagiert jemand?», fragt sie.

Doch bei der Polizei wurde weder der eine Fall aufgenommen, noch gebe es derzeit Probleme mit Hundehaltern, erklärt Thomas Wegst von der Polizeiinspektion. Ohnehin werde die Polizei nur bei unmittelbarer Gefahr oder nach einer Anzeige tätig. «Bei vereinzelten Anfragen überprüfen wir auch, ob Kampfhunde gehalten werden und ob die Haltung artgerecht ist», so Wegst. Doch für das Thema seien grundsätzlich die Kommunen zuständig. Die städtische Abteilung für Ordnung geht dabei stufenweise vor. Wenn ein Hund auffällig wird - das müsse kein Beißen sein, sondern es reiche eine Bedrohungssituation - und die Abteilung davon informiert wird, gehe sie der Sache nach.

Ist der Halter nicht bekannt, gehe der Ordnungsdienst im entsprechenden Gebiet auf Streife - manchmal von Hundestaffelführern der Polizei verstärkt, erläutert Daniela Hiemer, Sachbearbeiterin für öffentliche Ordnung und Sicherheit.

Werde dann der Halter ausfindig gemacht, komme es zur Anhörung, schließlich gebe es verschiedene Auffassungen von Bedrohungen. Im Fall der «wilden» Hunde in Oberbeuren sei übrigens auch schon das Landratsamt eingeschaltet, so Hiemer. Falls der Halter seinen Hund nicht artgerecht hält, kann die Stadt einen Leinenzwang aussprechen. «Das kommt auch immer wieder mal vor», bestätigt Hiemer. Sei danach keine Besserung zu bemerken, werde ein Zwangsgeld angeordnet. Denn: «Das Grundproblem bei dem Thema ist immer der Halter», so Hiemer. Wer einen Hund hält, sollte auch psychisch und physisch dazu in der Lage sein. Trifft das nicht zu, kann die Stadt die Tierhaltung verbieten.

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