Allgäuer Berufsoffensive
Schüler gestalten Hotelzimmer

Wie sieht das Hotelzimmer der Zukunft aus? Wie kann sich ein Tourismusort gleichzeitig auf Urlauber mit und ohne Behinderung spezialisieren? Welche neuartigen Angebote könnte es für Familienurlauber geben? Was muss ein Hotel tun, damit sich die Mitarbeiter wohlfühlen? Und wie könnte die Gastronomie ausländischen Mitarbeitern die Arbeit in der Region schmackhaft machen?

Fünf Fragen, die ohne ein Studium oder viel Lebens- und Berufserfahrung nicht so einfach zu beantworten sind, meint man. Doch derzeit stellen sich zahlreiche Neuntklässler im Allgäu diesen Problemen der Tourismusbranche und erarbeiten selbstständig realistische Konzepte. Denn die Aufgaben wurden im Rahmen der Allgäuer Berufsoffensive 2010/2011 gestellt.

Auch heuer nehmen wieder fast alle Schulen im Allgäu an der Berufsoffensive teil. Thema ist wie im vergangenen Schuljahr die Tourismusbranche. Mittels Besuchen in touristischen Betrieben und dem mit viel Lehrmaterial gefüllten «Tourismuskoffer» kommen die Schüler der achten Klassen den Berufen theoretisch, spielerisch und praktisch näher. Und die Schüler der neunten Klassen können ihr Wissen aus dem vergangenen Jahr durch ebendiese Projektaufgaben vertiefen.

Knapp 3500 Projektmappen wurden an die rund 100 teilnehmenden Schulen verteilt. Die Aufgaben können in Gruppen ab sechs Schülern bearbeitet werden. Jede Gruppe wählt sich eine der Aufgaben aus. Tourismusexperten aus dem Allgäu bewerten schließlich die eingereichten Projektarbeiten. Die Gruppen mit den besten Arbeiten werden eingeladen, ihre Idee persönlich zu präsentieren. Den Gewinnern winken hochwertige Preise.

«Ich bin wirklich schon sehr gespannt auf die Ergebnisse, die uns die Schüler präsentieren», sagt Dirk Schoppmann, Geschäftsführer der Allgäu Top- und Landhotels. Er hat die Aufgaben gemeinsam mit Kollegen aus der Branche erarbeitet und sitzt auch in der Jury, die die Einsendungen beurteilt.

Bei der Erarbeitung der Problemstellungen ging es laut Schoppmann besonders um zwei Dinge. «Wir haben Themen gewählt, die auch jemand spannend findet, der mit Tourismus nichts am Hut hat», erklärt er. Trotzdem mussten die Herausforderungen praxisnah bleiben. «Diese Aufgaben könnten so jederzeit auf Tourismusorte oder Hotels zukommen». Den Jugendlichen traue Schoppmann die Aufgaben aber ohne Zweifel zu. Wenn er sie auch für nur in der Gruppe lösbar hält. «Ich selbst bräuchte sogar mit einem Experten-Team sicherlich einige Stunden an Arbeit und müsste viel Kreativität investieren.»

Jetzt heißt es sich sputen

Für alle Gruppen, die noch teilnehmen und ihre Projektarbeiten einsenden wollen, heißt es nun ranklotzen. Denn am 28. Januar ist Einsendeschluss. Also: Projektaufgabe auswählen, gemeinsam ein Konzept erarbeiten, auf maximal fünf Seiten schriftlich zusammenfassen und ab damit in den Briefkasten.

Dirk Schoppmann

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