Kaufbeuren
Schub für den Elektromotor

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Die Perspektiven für den Elektroantrieb in Autos, Motorrollern und Fahrrädern sind unbestritten gut. Der Energie aus der Steckdose wird eine große Zukunft vorausgesagt, wenn die Fahrzeughersteller erstmal in die Puschen kommen, sprich: Endlich bezahlbare Autos in großer Serie angeboten werden.

Denn für Otto-Normal-Verbraucher ist es derzeit noch kaum möglich, einen alltagstauglichen Wagen dieser Art zu bestellen. Dennoch möchte der regionale Energieversorger Vereinigte Wertach-Elektrizitätswerke (VWEW) in Kaufbeuren Signale für eine saubere Zukunft auf den Straßen setzen. In Kürze ist die Anschaffung eines Elektroautos sowie einer Elektrotankstelle auf dem Gelände der VWEW-Zentrale vorgesehen. «Wir möchten mit einer Ladestation beginnen, um Erfahrungen zu sammeln», so VWEW-Geschäftsführer Jürgen Siegert.

Autoindustrie hinten dran.

Damit hat der Arbeitskreis mit Vertretern von VWEW, der Stadt Kaufbeuren als größter VWEW-Gesellschafterin, Lokalpolitikern und des Einzelhandels nun erste Pläne geschmiedet. Wie berichtet, hatte sich der Kreis gebildet, um Möglichkeiten unter dem Motto «E-Mobilität» in der Region auszuloten. Fest steht, dass derzeit noch die Autoindustrie hinter der Stromversorgung her hinkt, wie auch VWEW-Projektleiter und Energieberater Hartmut Meier nach einem «Selbstversuch» bestätigt. Während es bei den Rollern, Rädern und Gehhilfen mit dieser Antriebsart große Auswahl auf dem Markt gebe, seien bei den Elektroautos derzeit nur Golfwagen und dreirädrige Hilfskonstruktionen erhältlich. Eine Ausnahme scheint der alltagstaugliche Citysax (siehe Wortweiser) zu sein, der um die 35000 Euro kostet und für den sich VWEW jetzt interessiert.

Eine öffentliche Tankstelle samt der baulichen Vorbereitung und allen notwendigen Ladesteckern auf dem VWEW-Gelände würde mit rund 10000 Euro zu Buche schlagen. Stadtrat Karl-Georg Bauernfeind sprach sich bei der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises dafür aus, den Fokus in Kaufbeuren erstmal auf Roller und Räder sowie Gehhilfen für Menschen mit Behinderungen zu legen, während derzeit in großen Städten die Tests mit Elektroautos liefen. «Wichtig ist es, die Tankstelle jetzt zu vermarkten», sagt er und plädierte für einen einheitlichen «Auftritt» aller Aktivitäten rund um die E-Mobilität. Für den städtischen Wirtschaftsreferenten Siegfried Knaak wäre eine solche Stromtankstelle auch ein «Signal». Handel und Gastronomie müssten in diese Vorhaben miteinbezogen werden. Die Idee dahinter: Das Fahrzeug könnte während des Einkaufs oder Kneipenbesuchs aufgeladen werden, was sich auch mit einer Art Bonussytem verknüpfen ließe.

VWEW-Projektleiter Hartmut Meier möchte nun versuchen, auch Hersteller von Elektrofahrzeugen jeder Art für Aktionen in Kaufbeuren zu gewinnen, um die Alltagstauglichkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Elektromobile zu untermauern.

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